Stadt bringt 100 Nistkästen für Nützlinge an

Weniger Eichenprozessionsspinner in Diepholz

Ein Schild, das vor den Eichenprozessionsspinnern warnt, hat die Stadt Diepholz unter anderem am Kusselkamp in Sankt Hülfe aufgestellt.
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Ein Schild, das vor den Eichenprozessionsspinnern warnt, hat die Stadt Diepholz unter anderem am Kusselkamp in Sankt Hülfe aufgestellt.

Diepholz – Die Eichenprozessionsspinner – genauer die Raupen dieses eher unscheinbaren Nachtfalters – sind durch ihre kleinen, stark allergieauslösenden Härchen ein großes Problem. Doch im Stadtgebiet von Diepholz sei der Befall in diesem Jahr deutlich geringer als im letzten Jahr, teilte die Verwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mit.

„Das ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass über 100 Nistkästen für Nützlinge angebracht wurden, die die Raupen und später auch die Falter verzehren“, erklärte Stadt-Pressesprecherin Alissa Horstmann. Weitere Maßnahmen zur Förderung von Nützlingen seien geplant. Nützlinge sind in diesem Fall Meisen, Kleiber und andere Vögel, die die Raupen der Eichenprozessionsspinner fressen. Aber auch Fledermäuse, denn diese mögen die Falter, die sich in diesen Wochen aus den Raupen entwickeln.

Aktuell kommen Eichenprozessionsspinner laut Stadtverwaltung vor allem in Aschen vor. Vereinzelte Meldungen gebe es auch im restlichen Stadtgebiet. Entsprechende Warnschilder stehen zurzeit im Bereich Landrieder Weg im Bereich Falkenhardt und am Kusselkamp in Sankt Hülfe.

Befall im Rathaus melden

„Allgemein sollte man im Bereich von Eichenbeständen vorsichtig sein und nicht oberkörperfrei unterwegs sein“, so die Stadt Diepholz: „Es besteht jedoch kein Grund zur Panik.“ Man sollte die Tiere auf keinen Fall berühren. Verdachtsfälle können über den Schadenmelder auf der Homepage der Stadt (stadt-diepholz.de) oder per Telefon unter 05441/909302 im Rathaus gemeldet werden.

Fachfirma beseitigt Tiere in Aschen

„Bisher wurde an zwei Tagen eine Fachfirma zur Beseitigung von Eichenprozessionsspinnern eingesetzt – und zwar im Bereich Schule, Sportplatz und Heimatmuseum Aschen“, so Stadt-Sprecherin Alissa Horstmann. Es habe bisher eine Meldung bei der Stadt gegeben, die auf Eichenprozessionsspinner-Allergie hindeute.

Nahe der Kreuzkirche: Eichenprozessionsspinner am Baum.

Thema der SPD

In der vergangenen Woche hatten die Diepholzer Sozialdemokraten ein verstärktes Vorgehen der Stadt gegen den Eichenprozessionsspinner gefordert. „In den vergangenen Tagen haben sich eine Reihe von Mitbürgern an die SPD gewandt, dass auch in diesem Jahr wieder ein verstärktes Aufkommen der Raupen des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet festzustellen ist“, so der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Manfred Albers, in einer Pressemitteilung.

Für die Jusos erklärte Paula Tabke in der Mitteilung, dass es wie schon im letzten Jahr in Sankt Hülfe wieder Bereiche gebe, die von besonders starkem Befall betroffen seien. Im vergangenen Sommer hatte die Stadt Diepholz die Straße „Am Turnierplatz“ zwischen Hotel Castendieck und der Reithalle zeitweilig wegen eines ähnlich starken Eichenprozessionsspinner-Befalls gesperrt.

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