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Weiteres Pflege-Angebot in Diepholz

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Von: Eberhard Jansen

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Neuer ambulanter Pflegedienst und neue zusätzliche Räume: Einrichtungsleiterin Kathrin Bockhorst und Prokurist Felix Kruse vor dem Ackerbürgerhaus an der Lüderstraße in Diepholz, in das demnächst die Verwaltung des Caritas-Seniorenzentrums St. Josef umzieht.
Neuer ambulanter Pflegedienst und neue zusätzliche Räume: Einrichtungsleiterin Kathrin Bockhorst und Prokurist Felix Kruse vor dem Ackerbürgerhaus an der Lüderstraße in Diepholz, in das demnächst die Verwaltung des Caritas-Seniorenzentrums St. Josef umzieht. © Jansen

Diepholz – Die Verwaltung zieht vom Caritas-Seniorenzentrum St. Josef in ein benachbartes historisches Gebäude um, die dadurch frei werdenden Räume in der Einrichtung werden zu sechs weiteren Zimmern für vollstationäre Pflege umgebaut. Und ein neuer ambulanter Pflegedienst nimmt in Kürze seine Arbeit auf: Die Caritas Nordkreis Pflege GmbH mit Sitz in Bersenbrück hat an ihrem Standort Diepholz einige Neuerungen. Sie erweitert ihr Angebot für pflegebedürftige Menschen. Von Tagespflege bis Vollstationär kann die Caritas demnächst in Diepholz alle Bereiche abdecken.

„Der Bedarf ist sehr groß“, weiß Kathrin Bockhorst. Sie leitet das Seniorenzentrum St. Josef und wird auch Leiterin des neuen ambulanten Pflegedienstes. Dieser „Pflegedienst Diepholz“ wird am 1. März eröffnet. „Einen Kunden haben wir schon“, lächelt Bockhorst: „Wir fangen ganz neu an. Das ist für einen ambulanten Pflegedienst selten.“ Zunächst vier Mitarbeiterinnen kümmern sich um Menschen, die zu Hause leben, aber Pflegebedarf haben. Da Bedarf und Zeitaufwand sehr unterschiedlich sein können, ist die Maximalzahl von Kunden noch nicht zu kalkulieren. Die vier Mitarbeiterinnen des neuen ambulanten Dienstes haben bislang in der stationären Pflege des Hauses St. Josef gearbeitet. „Ihre Stellen nachzubesetzen, war kein Problem“, sagt der Pflegedienstleiter des Seniorenzentrums, Daniel Banmann. Das Haus habe ein gutes Betriebsklima. Fluktuation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebe es so gut wie nicht. „Und wir bezahlen besser als andere“, ergänzt Prokurist Felix Kruse.

Die Zulassung des ambulanten Pflegedienstes durch die Pflegekassen sei ein sehr aufwendiges Verfahren gewesen, berichtet Kruse im Gespräch mit unserer Zeitung.

Voll ausgelastet ist die Tagespflege, die das Caritas Seniorenzentrum St. Josef seit August 2021 in den früheren Räumen der Sparkasse Diepholz-Süd am Willenberg in der Nähe des Netto-Marktes betreibt – 600 Meter vom Seniorenzentrum an der Steinstraße 18 entfernt. 16 Plätze gibt es dort, die von insgesamt etwa 30 Kundinnen und Kunden einmal oder mehrfach in der Woche genutzt werden.

Verwaltung zieht in benachbartes Ackerbürgerhaus

In ein historisches Gebäude in direkter Nachbarschaft des Seniorenzentrums St. Josef zieht in Kürze die Verwaltung der Einrichtung: Sie nutzt die Räume der früheren CDU-Kreisgeschäftsstelle im Ackerbürgerhaus Lüderstraße 85. Dessen früherer Besitzer – der 2019 verstorbene Diepholzer Kommunalpolitiker Hans-Ulrich Püschel, habe sich mit der Caritas immer verbunden gefühlt, sagt Kathrin Bockhorst. Nach seinem plötzlichen Tod habe das mehr als 200 Jahre alte Fachwerkhaus, das Püschel aufwendig umgebaut hatte, lange leergestanden. Jetzt gebe es eine neue Eigentümerin. Von dieser konnte die Caritas Nordkreis Pflege GmbH die Büroräume anmieten.

Mit diesem neuen Sitz der Verwaltung an der viel befahrenen Lüderstraße soll die Caritas-Pflegeeinrichtung, die sich auf dem noch zur Steinstraße gehörenden Grundstück dahinter bislang etwas versteckt hat, präsenter werden. Dazu werde noch ein Holzgebäude, das die Sicht verdeckt, abgerissen und die Wegeverbindung optimiert.

Mittelfristig Neubau für Tagespflege

Das Seniorenzentrum St. Josef Diepholz hatte die Caritas 1998 eröffnet. Die damals aus dem Altenheim Falkenhardt hervorgegangene Einrichtung hat 48 vollstationäre Pflegeplätze. Für die dazugehörende Tagespflege, die derzeit am Willenberg ist, soll ein Neubau auf dem jetzigen Parkplatz an der Lüderstraße neben dem Ackerbürgerhaus entstehen. Aber das ist noch eine mittelfristige Planung.

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