Künstler und Helfer arbeiten gemeinsam

Neues Projekt „Friedenszeichen“ am Skulpturenpfad in der Graftlage fertiggestellt

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Insgesamt zehn Meter ragt das neue „Friedenszeichen“ am Skulpturenpfad an seinem Standort in der Graftlage in die Höhe.Reckmann

Diepholz - Von Sven Reckmann. Kunst kann richtig anstrengend sein – nicht nur für den Kopf, sondern auch für den Körper: Sechs Stunden lang waren Künstler und Helfer in der prallen Sonne damit beschäftigt, in der Graftlage den neuesten „Zugang“ am Diepholzer Skulpturenpfad „Die Sicht“ aufzustellen. Dann war der größte Teil geschafft: das „Friedenszeichen“ steht.

Ideengeber für die neueste Skulptur ist der Projektpate des Skulpturenpfades höchstselbst, Ulrich Halfpap. Ihm zur Hand gingen an diesem Vormittag Helmut Henke, Reinhard Engel und Hannes Pöttker; auch die BNVHS war zuvor mit drei Helfern für einige Stunden mit dabei gewesen, wie Halfpap berichtet. Sie seien zwar künstlerische Laien, „aber Fachleute auf ihren Gebieten, in diesen Fällen geübte Schweißer, Metallbauer und Helfer“, ergänzte Halfpap.

Diese Laien-Beteiligung ist wichtiger Bestandteil des Skulptur-Projektes. „Dieser Aspekt ist für uns besonders bedeutungsvoll, da die Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements für die Gestaltung unseres Gemeinwesens ein wichtiges Anliegen der Bürgerstiftung ist“, sagt Halfpap, der auch Vorstandsmitglied der Agenda 21-Bürgerstiftung ist, der Trägerin des Skulpturenpfades.

Mit einem kleinen Kranwagen waren die Männer am Morgen angerückt. Den brauchte es auch, denn die Ausmaße des „Friedenszeichens“ sind stattlich: Das Grundteil misst 3,5 Meter, die Krone mit dem „Weltenkreis“ hat eine Höhe von etwa sechs Metern, sodass das „Friedenszeichen“ insgesamt auf etwa zehn Meter Höhe kommt und in der Landschaft nicht zu übersehen ist. 

Hinweisschilder kommen noch hinzu

Alles sei in großer Harmonie abgelaufen, berichtet Halfpap, „und vor allem unfallfrei“. Zuschauer gab es einige, vor allem Radfahrer, die am Skulpturenpfad unterwegs waren. „Ist ja ein richtig modernes Kunstwerk geworden“, urteilte einer der ersten Besucher.

Nachdem das Werk aufgestellt war, wurde das Finale mit Sekt und reichlich Wasser begossen, zur Stärkung gab es Schnitzel mit Kartoffelsalat. „Ein herrlicher Abschluss“, so Halfpap. Nun waren noch ein paar Restanstriche zu tätigen, zudem sollen demnächst noch Hinweisschilder angebracht werden.

Es ist ein weltweit bekanntes Symbol für den Frieden: Das „Peace-Zeichen“ ist in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. Die neue Skulptur „Friedenszeichen“ nimmt diesen Ball auf, Inhaltlich soll diese Skulptur an die Friedensbewegung der Generation der 68er erinnern.

Mehrstündige schweißtreibende Arbeit war vonnöten, um das Friedenszeichen schließlich fertigzustellen.

Nun ist es Bestandteil des Skulpturenpfades „Die Sicht“, für den sich eine Arbeitsgruppe der Diepholzer Agenda 21-Stiftung unter Federführung des Projektpaten Ulrich Halfpap engagiert. Dass die tragende Säule an die Silhouette des Eiffelturms erinnert, kommt nicht von ungefähr. Denn die Skulptur soll gleichermaßen an den Terroranschlag auf den Pariser Club „Bataclan“ im November 2015 erinnern.

„Ein wenig Mahnmal, zum Hinschauen“, erklärt Halfpap die Intention. Das Werk soll nachdenklich machen und vielleicht dazu anregen, selbst zum Friedenstifter zu werden. Die Kosten sind noch nicht alle beglichen, berichtet Halfpap, Hilfen werden noch gerne angenommen.

Die neue Skulptur steht am Huntebruchsweg, der in der Graftlage nach Westen von der B51 (etwa zwischen Parkplatz und Gänsestübchen) abzweigt.

 sr

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