Zug im Diepholzer Bahnhof gestoppt 

Würstchen für mehr als 300 IC-Passagiere

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Seit Mittag saßen die Passagiere des IC 2028 auf dem Diepholzer Bahnhof fest. Gegen 19.30 Uhr am Donnerstagabend bekamen sie heiße Würstchen und Getränke von Feuerwehr und DRK. Kurz vor 20 Uhr konnten die Bahnkunden mit sechs Bussen weiter nach Hamburg fahren.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. In Kiel sollte Endstation sein. Doch diese war am Donnerstag kurz nach Mittag vorerst in Diepholz: Im Bahnhof stoppte ein Intercity mit 450 Passagieren an Bord. Grund war ein Oberleitungsschaden auf der Strecke, den das Sturmtief „Xavier“ verursacht hatte. Am Abend wurden die noch verbliebenen mehr als 300 Passagiere von DRK und Feuerwehr mit Lebensmitteln versorgt, bevor sie dann mit sechs Bussen weiter nach Hamburg fahren konnten.

Viele der Bahn-Kunden hatten sich nach mehr als fünf Stunden schon mit anderen Verkehrsmitteln auf den Weg gemacht oder waren abgeholt worden.

Zwei Damen aus dem Sauerland hatten sich mit anderen Leidensgenossen aus dem Zug zusammengetan. Die Gruppe wartete gegen 18.30 Uhr vor dem Bahnhof auf ein Großraum-Taxi, das sie nach Hamburg bringen sollte. Von dort sollte die Reise dann weiter Richtung Kiel gehen.

Der aus Nürnberg kommende Intercity IC 2028 war im Bahnhof Diepholz angehalten worden. Zunächst blieben die Passagiere im Ungewissen, wie es weitergehen sollte. Um 16.55 Uhr bat die Bahn dann die Diepholzer Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle um Hilfe. Der Rettungsdienst und die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rückten an – ebenso später Aktive der Feuerwehr Diepholz.

Zum Glück gab es bis zum Abend keine medizinischen Notfälle zu versorgen. Die Passagiere blieben ruhig und machten das Beste aus ihrer Lage.

Kaffee, Tee und kalte Getränke vom DRK

Schnellstmöglich brachte das DRK Kaffee, Tee und kalte Getränke auf den Bahnsteig. Die Feuerwehr rückte gegen 19.30 Uhr mit heißen Würstchen, Frikadellen und Brötchen an, die die hungrigen Passagiere dankbar annahmen.

„Xavier“ wütet über Niedersachsen und Bremen

„Das Bordrestaurant war schon zehn Minuten nach dem Stopp ausverkauft“, berichtete eine junge Frau aus Mecklenburg. Weil unklar war, wann und wie die Fahrt weitergehen sollte, trauten sich nur wenige Bahn-Kunden, sich etwas in Diepholzer Geschäften zu besorgen.

Kurz nachdem sich die verbliebenen etwa 300 Passagiere gestärkt hatten, kam die gute Nachricht: Sie konnten mit Bussen weiterfahren. Nachdem ein örtliches Reiseunternehmen kurzfristig Busse und Fahrer organisiert und schriftlich die Zusage der Kostenübernahme durch die Bahn erhalten hatte, kamen kurz vor 20 Uhr sechs Busse am Bahnhof an. Mit diesen sollten die wegen des Sturms in Diepholz gestrandeten Bahn-Kunden zunächst bis nach Hamburg weiterfahren, wo allerdings auch noch Bahnstrecken gesperrt waren. „Aber in Hamburg gibt es mehr Hotels als in Diepholz“, scherzte ein Bahn-Mitarbeiter.

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