Wasserqualität im Landkreis Diepholz gut

Ungetrübter Badespaß – gleich siebenfach

+
Sandstrand, viel Grün und flaches Wasser machen den Dümmer bei Familien sehr beliebt. Viele Urlauber, vor allem aus Nordhrein-Westfalen, verbringen Jahr für Jahr ihre Ferien am Dümmer.

Landkreis Diepholz - Von Anke Seidel. Ungetrübten Badespaß können die Bürger im Landkreis Diepholz zurzeit genießen – und das im Wortsinn. Laut niedersächsischem Badeatlas liegt die Wasserqualität in allen sieben öffentlichen Seen und Badestellen im Landkreis Diepholz im grünen Bereich. Das gilt genauso für zwei weitere Seen, die allerdings nur Campinggästen zugänglich sind.

Regelmäßig überprüfen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Wasserqualität der Badestellen nach einem sorgfältigen Schema. Dabei richten sich die Mitarbeiter streng nach der vorgegebenen EU-Richtlinie, war auf Anfrage von Dr. Elke Hamel, Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz, zu erfahren. Mindestens einmal im Monat ziehen die Prüfer Wasserproben.

Auch wenn zurzeit alles im grünen Bereich liegt: „Die Untersuchungen der Wasserproben am Dümmer auf Blaualgen haben ein vermehrtes Vorkommen von Blaualgen gezeigt“, sagt Dr. Hamel. Badegäste werden gebeten, die Hinweisschilder vor Ort zu beachten. Ihre Runden können sie im Dümmer trotzdem drehen: „Der Badebetrieb ist aktuell bis zum heutigen Tag nicht eingeschränkt.“

Nachfolgend die Badeseen und -stellen im Landkreis Diepholz auf einen Blick:

Alte Weser: Die Alte Weser in Dreye, Gemeinde Weyhe, ist einst aus einem alten Weserarm entstanden.

Die Wasserfläche beträgt laut niedersächsischem Badeatlas 88500 Quadratmeter bei einer durchschnittlichen Tiefe von sechs bis maximal 15 Meter, im Strandbereich flacher. Vom Dreyer Hafen aus ist der Strand in einer knappen Vierstelstunde zu Fuß zu erreichen. Es gibt keine sanitären Anlagen und keine Duschen.

Kellerberg: Der kleine See mit seinen 2800 Quadratmetern gehört zum Campingplatz Kellerberg in Asendorf. Er steht ausschließlich Campinggästen zur Verfügung.

Erüsee: Ebenfalls an Campingäste gebunden ist der kleine Erüsee auf dem Campingplatz Groß Ringmar. Der ist zurzeit aber geschlossen.

Dümmer:  Mit einer Wasserfläche von zwölf Quadratkilometern ist der Dümmer der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens, der einst aus einer Eislupe entstanden ist und einbettet zwischen den Dammer Bergen sowie dem Stemweder Berg liegt. Mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 1,10 Meter (maximal 1,40 Meter) gilt er als ideales Revier für Wassersportler.

Am Dümmer liegen gleich drei der sieben öffentlichen Badestellen des Landkreises, zwei in Lembruch (Birkenallee und Seestraße) sowie eine in Hüde. Hotels, touristische Angebote, Spielplätze, Bootsvermietungen sowie Segel- und Surfschulen, außerdem zahlreiche Restaurants gehören zum Umfeld.

Silbersee: Im einwohnerstarken Nordkreis besonders beliebt: Der Silbersee in Stuhr, der in den 1960er- Jahren im Zuge des Autobahn-Ausbaus entstanden ist. Er ist 70000 Quadratmeter groß und bis zu neun Metern tief. Wer das Strandleben dort genießen will, findet sanitäre Anlagen und eine Imbissgaststätte.

Steller See: 60000 Quadratmeter groß und maximal 16 Meter tief ist der zweite Badesee in der Gemeinde Stuhr, der Steller See mit Strandbereich, Wasserrutschen und Badeinsel. An das Areal grenzt ein Campingplatz. Sanitäre Anlagen, Kiosk und Biergarten sind vorhanden.

Sulinger Stadtsee: Vor 25 Jahren ist der Sulinger Stadtsee beim Bau der Umgehungsstraße entstanden – konzipiert als Landschafts- und Erholungssee. Deshalb gibt es weder sanitäre Anlagen noch Kiosk oder Badeaufsicht.

Das Schwimmen in dem 64000 Quadratmeter großen See (durchschnittliche Tiefe von 2,50 Meter) erfolgt auf eigene Gefahr. Weitere Infos zu den Badestellen im Internet

www.apps.nlga.niedersachsen.de/eu/batlas/

Die Kontrolle

Es sind zwei Bakterien-Arten, die für die Bestimmung der Wasserqualität an Badestellen ganz entscheidend sind: Escherichia coli (E. coli) und intestinale Enterokokken. Diese Bakterien zeigen fäkale Verunreinigungen an. Sie kommen massenhaft im Darm von Warmblütern (sprich Menschen und Tieren) vor und lassen sich verhältnismäßig schnell und kostengünstig nachweisen. Das Auftreten dieser Bakterien ist für das Gesundheitsamt also der entscheidende Hinweis auf eine fäkale Verunreinigung – vor allem darauf, dass über den Darm ausgeschiedene Krankheitserreger im Wasser vorhanden sein könnten. Liegen für E. coli Werte von mehr als 1800 koloniebildenden Einheiten (KBE) auf 100 Milliliter Wasser vor oder bei intestinalen Enterokokken mehr als 700 KBE auf 100 Milliliter Wasser, ist unverzüglich ein Badeverbot anzuordnen.

Weitere Prüfkriterien: Sichtbare Verschmutzungen und der Nachweis von Cyanobakterien, sprich Blaualgen. Bei starkem Auftreten von Algenblüten kontrolliert das Gesundheitsamt Art und Anzahl, weil einige Blaualgen Gifte bilden und zum Beispiel hautreizend wirken können. Ist die Zahl dieser Bakterien im Wasser zu hoch, verhängt die Behörde sofort ein Badeverbot.

Quelle: Gesundheitsamt

Mehr zum Thema:

CDU sieht Schulz angekratzt

CDU sieht Schulz angekratzt

Löw verteilt Komplimente - WM-Titelmission 2018 über allem

Löw verteilt Komplimente - WM-Titelmission 2018 über allem

Wie werde ich Bestatter/in?

Wie werde ich Bestatter/in?

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

Meistgelesene Artikel

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

Platz eins für „Lloyd“

Platz eins für „Lloyd“

Kommentare