Volksbank stellt Pläne für ihren Neubau an der Wellestraße vor

„Zukunftsorientierte Bank, die zu Diepholz passt“

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Wo zurzeit das ehemalige Modehaus Lehnkering an der Wellestraße abgerissen wird, will die Volksbank Diepholz-Barnstorf dieses neue Gebäude erstellen. Dorthin umziehen will die Bank im Jahr 2017.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Es wird das Straßenbild prägen und für das Geldinstitut den durch die Entwicklung dringend notwendigen Platz schaffen: Die Volksbank Diepholz-Barnstorf will an der Wellestraße 3 ein neues Gebäude erstellen. Dazu hat sie das frühere Modehaus Lehnkering erworben, das zurzeit abgerissen wird. Der Neubau könnte Ende 2017 bezugsfertig sein.

Er ist nach modernsten Gesichtspunkten mit Blick auf Arbeitsabläufe, Sicherheit und Diskretion bei Kundengesprächen geplant. Das von der Volksbank beauftragte Architekturbüro ist auf Bankgebäude spezialisiert. Das Büro „Banco“ (Minden) plant und betreut nach eigenen Angaben im Jahr 30 bis 40 Bauten von Geldinstituten.

Um die Pläne zu erläuterten, hatte die Volksbank jetzt die Nachbarn eingeladen, die die Pläne durchweg positiv beurteilten und die Gelegenheit nutzten, Detailfragen zu stellen.

„Unser Ziel war, eine zukunftsorientierte Bank zu bauen, die zu Diepholz und speziell zur Wellestraße passt“, erklärte Volksbank-Vorstand Heinrich Gödke. Der Bauantrag sei gestellt.

Das bisherige Bankgebäude an der Wellestraße 6, das seine Anfänge in den 1950er Jahren hat, sei laut Gödke zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Wie es nach dem Umzug genutzt wird, ist (wie schon kurz berichtete) noch offen.

Der Neubau besteht nach den jetzt vorgelegten Plänen aus zwei Gebäuderiegeln mit Giebeln zur Straßenseite. Die Riegel haben im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss eine gemeinsame Fläche. Im zweiten Obergeschoss sind sie durch einen Gang verbunden. Das gesamte neue Volksbank-Gebäude – etwa doppelt so groß wie das jetzige – ist barrierefrei, hat Fahrstühle sowie nach neuesten Gesichtspunkten gestaltete Kundenbreiche, Büros und Sozialräume.

Vor dem neuen Gebäude werden sechs Kurzzeit-Parkplätze entstehen. Um 34 Langzeit-Parkplätze zu schaffen, reißt die Volksbank ihr früheres Vorstands-Wohnhaus Wellestraße 5 ab. Den Mietern wurde bereits gekündigt.

Das alte Lehnkering-Haus mit Zahnarzt- und Heilpraktikerin-Praxis, das zwischen den neuen Parkplätzen und dem Neubau liegt, bleibt von den Volksbank-Plänen unberührt.

Über die Höhe der Gesamt-Investition wollte die Volksbank noch keine Angaben machen.

Ursprünglich wollte die Volksbank sich in Richtung AOK-Gebäude erweitern. Doch mit dem Eigentümer des benachbarten, seit langem brach liegenden Grundstücks kam es zu keiner Einigung.

Volksbank-Vorstand Heinrich Gödke erläuterte, wie stark die Volksbank Diepholz-Barnstorf in den vergangenen zehn Jahren gewachsen ist. So wuchs die Bilanzsumme von 2005 auf 2015 um 80 Prozent (145 auf 261 Millionen Euro), die Zahl der Mitarbeiter stieg in dieser Zeit von 47 auf 56.

Beim Zeitablauf des Baus hatte die Volksbank Rücksicht auf die bisherigen Mieter des alten Modehauses – eine Tierarztpraxis und ein Geschäft von „Bethel im Norden“ – genommen. Deren Umzug in einen Neubau an der Straße Auf dem Esch hatte sich verzögert.

„Wir reißen erst ab, wenn wir bauen können“, betonte Heinrich Gödke offenbar mit Blick auf einen in Diep-holz viel diskutierten Investor. Volksbank-Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Heinz Klare: „Andere reißen ab und bauen nie!“

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