Viel über das Fliegen gelernt

Bumerang-Workshop in der „WerkStadt“

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Zuerst stand der Bau eines Modellflugzeugs aus Holz auf dem Programm. Die Flugfähigkeiten der kleinen Segler wurden dann auf dem Sportplatz des Mühlenkampstadions getestet.

Diepholz - Wie funktioniert das Fliegen eigentlich? Warum können tonnenschwere Jets überhaupt in die Lüfte gehen? Jürgen Reinsch, ehemaliger Physik- und Fluglehrer, hatte für acht junge Menschen die Antwort parat: Alles eine Frage des Auftriebs und des Luftdrucks.

Mit diesem Thema beschäftigten sich Reinsch, die Helfer des Jugendbüros, Viktor Klein und Michael Link, und die Kinder, die am Modellflugzeug- und Bumerangbau teilnahmen, seit Montag. Dieses Projekt im Rahmen des Sommerferienspaß-Programms wurde vom Diepholzer Jugendbüro organisiert und fand in der „WerkStadt“ an der Moorstraße 10 statt.

Es fing ganz simpel damit an, dass Jürgen Reinsch von oben gegen ein Blatt Papier pustete. Zum Erstaunen der Kinder stieg das hintere Ende des Papieres jedoch auf und nicht ab. Die Erklärung: Der Luftdruck wird geringer, je schneller die Luft sich bewegt. Durch das Pusten ist die Luft oberhalb des Papiers schneller als darunter. Der Druck unterhalb des Papiers ist somit größer und hebt es deswegen an.

Dieses physikalische Phänomen wurde dann auch in der Praxis mit Frisbees getestet, bevor es dann in die „WerkStadt“ ging und die Kinder zum ersten Mal selbst etwas bauen konnten. Zuerst war der Bau eines Modellflugzeugs aus Holz an der Reihe. Die Flugfähigkeiten der kleinen Segler wurden später dann auf dem Sportplatz des Mühlenkampstadions getestet, wobei der beste Flug eine beachtliche Weite von 11,90 Metern erreichte.

Das letzte Projekt des dreitägigen Programms war der Bau eines Bumerangs. Die Kinder schliffen, schnitten und feilten, um einen möglichst funktionstüchtigen Flugkörper mit seinen typischen Flugeigenschaften zu erschaffen. Um den Ehrgeiz aus den jungen „Ingenieuren“ herauszukitzeln, vergab der pensionierte Lehrer Schulnoten auf die einzelnen Flüge: Je genauer der Bumerang zum Werfer zurückkam, desto besser fiel die Note aus. Eine glatte Eins konnte niemand erreichen, aber mit einer Eins minus war ein Kandidat nur ganz knapp an einer buchstäblichen Punktlandung entfernt.

Die Kinder seien von der ersten bis zur letzten Minute mit Spaß und Elan bei der Sache gewesen, so Jürgen Reinsch. „Ein großer Dank geht von meiner Seite aus an die beiden Helfer vom Jugendbüro. Ohne ihre Hilfe hätte ich das nicht geschafft“, sagte der Fluglehrer noch, bevor er die begeisterten Bastler zu einem privaten Rundflug mit einem echten Flugzeug über Diepholz einlud. 

jr

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