Lesen und lesen lassen

VHS-Grundbildungszentrum hilft Menschen mit Defiziten

„Wir spielen Deutsch.“ - Neele Waterstrat

Landkreis Diepholz - Vertraulich beraten Neele Waterstrat und Lisa Blankenhorn Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben: Das Grundbildungszentrum der Volkshochschule (VHS) im Landkreis Diepholz will Menschen aus dieser schwierigen und schambehafteten Lebenssituation holen.

Glaubt man der Statistik, gibt es allein im Landkreis Diepholz rund 16.000 deutschsprachige Bürger im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die nicht richtig lesen und schreiben können. Im Betriebsausschuss der VHS stellten die Mitarbeiterinnen des Grundbildungszentrums Hintergründe, Ideen und Strategien vor. Der Ausschuss tagte unter der Leitung von Susanne Cohrs (SPD) im Syker Kreishaus.

„Die Menschen lassen sich schwer ansprechen“, berichtete Nele Waterstrat über das Klientel, das vom Grundbildungszentrum nachhaltig profitieren soll. Mehr als die Hälfte sei erwerbstätig, und „etwas mehr als die Hälfte“ sei männlich.

Botschaft der beiden Mitarbeiterinnen: Ein unverbindlicher, spielerischer Einstieg in das Thema kann helfen, Türen zu öffnen – wie die Aktion „Lesen und Lesen lassen“ oder das Angebot „Wir spielen Deutsch“, das in den Mehrgenerationenhäusern in Stuhr und Barnstorf läuft.

Spielgruppen an gemütlichen Treffpunkten: In diesem Format gestalteten Neele Waterstrat und Lisa Blankenhorn bereits 16 Schulungen mit 193 Teilnehmern. Weil Prävention ebenso wichtig ist, entwarfen sie das Projekt Bilderbuch. Bei bisher zwei Veranstaltungen nutzten es bereits 70 Teilnehmer. Hinzu kommen 28 Grundkurse in Lesen und Schreiben mit insgesamt 169 Teilnehmenden.

Das Gesamtprogramm beeindruckte die Mitglieder des Betriebsausschusses sichtlich, weil das Grundbildungszentrum erst im April die Arbeit aufgenommen hatte – und zudem Netzwerke schaffen musste. Die Mitarbeiterinnen pflegen Kontakt zu Einrichtungen der Frühen Hilfen ebenso wie zu den Schulleitern im Landkreis, verschiedenen Arbeitskreisen und den Bibliotheken, Jugendberufsberatungsstellen und den Mehrgenerationenhäusern. Neele Waterstrat berichtete ebenso über eine Informations-Anfrage des Mehrgenerationenhauses in Verden. Außerdem bietet das Diepholzer Grundbildungszentrum Sensibilisierungsschulungen im Jobcenter und im Arbeitsamt an.

„Die Menschen sind alphabetisiert“, beschreibt Neele Waterstrat die Situation der Betroffenen. „Sie haben Lesen und Schreiben in der Schule gelernt – es dann aber entweder vergessen oder es nicht richtig gelernt“.

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