Besuch in Thouars

Verständigung manchmal „mit Händen und Füßen“

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Die Besuchergruppe aus Diepholz kurz vor der Abfahrt auf dem Marktplatz in Thouars.

Diepholz/Thouars - Über das Himmelfahrtswochenende machte sich eine Delegation aus 43 Diepholzern, darunter Bürgermeister Dr. Thomas Schulze, sechs Patenschaftsbeiratsmitglieder und sieben Schülerinnen der GFS, „alte Hasen“ und Neulinge auf den Weg nach Thouars, „freudig gespannt auf die Begegnungen mit den Thouarsäer Gastfamilien“, wie die Diepholzer Stadtverwaltung in einem Bericht zu der Fahrt schreibt.

Und die Erwartungen seien nicht enttäuscht worden. Der Thouarsäer Patenschaftsbeirat unter dem Vorsitz von Micheline Tessier habe keine Kosten und Mühen gescheut, um den Diepholzer Gästen unvergessliche Tage zu bescheren.

Nach 15 Stunden Busfahrt wurden die Diepholzer auf dem Marktplatz von Thouars herzlichst empfangen. In den folgenden drei Tagen standen ausführliche Gespräche – manchmal „mit Händen und Füßen“ – und private Unternehmungen mit den Gastfamilien ebenso auf dem Programm wie Zusammenkünfte im großen Rahmen. So füllte sich der Hochzeitssaal im Rathaus am Freitagabend zum offiziellen Empfang; am Samstag verbrachten Gäste und Gastgeber bei bestem Wetter einen durchweg beeindruckenden Tag im Themenpark „Le Puy du Fou“ in der Vendée. Passend klang der Abschiedsabend mit einem gemeinsamen Essen im Restaurant „La Renaissance“ aus. Dialoge, Gesten und zahlreiche Momente, die alle Teilnehmer in Zukunftsfragen optimistisch stimmten.

„La Renaissance“ stand auch in anderem Kontext im Fokus des Austausches: So betonten die Repräsentanten der Städte mit dem Blick auf die Völkerverständigung und ein friedlich geeintes Europa die Wichtigkeit der persönlichen Begegnung und der Pflege der Freundschaft. Patrice Pineau, Bürgermeister von Thouars, stellte fest, dass sich „die Freude des Wiedersehens in den Augen der Teilnehmer widerspiegele“ und fügte hinzu, dass „Freundschaft und Solidarität der beste Schutz(wall)“ gegen Angriffe von außen seien. Stellvertretend für die Anfänge der intensiven Beziehungen zwischen Diepholz und Thouars konnte er Erika Meyburg, Mitglied des Diepholzer Patenschaftsbeirates, sowie Dominique Breillat begrüßen.

Symbolisch für eine langlebige Patenschaft überreichte Bürgermeister Dr. Thomas Schulze einen Ur-Tulpenbaum und nahm im Gegenzug ein Bild des Schlosses von Thouars als Geschenk entgegen.

Die stellvertretende Sprecherin des im März neu gewählten Diepholzer Beirates, Stephanie Schwarz, bediente sich in Bezug auf 48 Jahre Patenschaft der Metapher des „alten Ehepaares“, das zwischenzeitlich auch Höhen und Tiefen durchlebte, sich jedoch aufeinander verlassen und stets voneinander lernen könne; schließlich erkenne es, dass es besser gemeinsam funktioniert. Selbst ein „Kind“ des „alten Ehepaares“, seit mehr als 30 Jahren dabei, betonte Stephanie Schwarz die Dringlichkeit, für das Fortbestehen der Beziehungen eigene Erfahrungen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

In diesem Sinne bekundete Micheline Tessier, dass die Tage der Begegnung bereits ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums stünden. Ein gemeinsames Treffen der beiden Patenschaftsbeiräte in Anwesenheit der beiden Bürgermeister läutete die Vorbereitung für die am Himmelfahrtswochenende 2019 in Diepholz stattfindende Jubiläumsfeier ein.

Deutlich erwünscht: rege Teilnahme von Jung und Alt!

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