Verdienst der Betriebe

Mehr als 90.000 Beschäftigte wohnen im Landkreis Diepholz

Statistik zur Arbeitslosigkeit im Landkreis Diepholz.
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Arbeitslosenstatistik: Der Wert im Landkreis Diepholz ist niedriger als im niedersächsischen Landes- und deutschen Bundesdurchschnitt.

Aktuell wohnen 90. 180 Beschäftigte im Landkreis. Doch nicht alle arbeiten auch im Landkreis. Viele, und zwar 42. 800 Beschäftigt um genau zu sein, pendeln jeden Tag nach Bremen und in das Umland. Andersrum fahren täglich rund 24. 900 Beschäftigte in den Landkreis, um dort einer Arbeit nachzugehen.

Landkreis Diepholz – Höchstes verfügbares durchschnittliches Einkommen im Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirk Hannover. Mit diesem Fakt darf sich der Landkreis Diepholz laut den Daten der statistischen Ämter aus dem Jahr 2018 schmücken. 23 .428 Euro durchschnittliches Einkommen aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen bedeuten demnach eine sehr gute Einkommenssituation.

Landrat Cord Bockhop und Günter Klingenberg (Wirtschaftsförderung) haben die aktuellen Zahlen zur Entwicklung des Landkreises am Dienstag vorgestellt. Auch die Arbeitslosenquote im Landkreis ist mit 4,3 Prozent (Stand Juli 2021) erfreulicherweise unter dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt, berichtet Bockhop. Ende 2020 waren es noch 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen sind das 5 675 Menschen, die eine Arbeitsstelle suchen.

Die Zahl der Beschäftigten im Landkreis wuchs derweil in den vergangenen zehn Jahre dank der „hervorragenden Unternehmen“ im Landkreis um 15 800 sozialversicherungspflichtige Stellen. Das geht ebenfalls aus den Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor. Mit dieser Steigerung (28,1 Prozent) belegt der Landkreis im Gebiet der IHK Hannover den ersten Platz und liegt über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt (plus 22,9 Prozent) und dem Bundesdurchschnitt (plus 20,3 Prozent).

In den vergangenen 40 Jahren verzeichnet der Landkreis sogar den mit Abstand größten Zuwachs an Beschäftigten (plus 68,4 Prozent). Nienburg (Weser) kommt im Vergleich dazu auf Rang zwei auf ein Plus von 39,5 Prozent.

Manche lassen sich nicht vermitteln.

Günter Klingenberg, Wirtschaftsförderung Landkreis Diepholz

Klingenberg benennt zwei Kernthemen für die Zukunft: Die Gewinnung von tauglichen Fachkräften („Manche lassen sich nicht vermitteln“) und den Digitalisierungsprozess in der gesamten Wirtschaft. „Wo gibt es Verbesserungschancen?“ Diese Frage sollten sich Unternehmer beständig stellen und vor Augen führen.

Ein Problem im Landkreis sei hingegen, dass immer weniger Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, so Landrat Bockhop. Das treibe die Preise für die Flächen nach oben, biete aber ebenso Spielraum für Innovationen. So könnten Unternehmen nicht nur in die Breite, sondern auch „in die Höhe“ wachsen, wie das Beispiel Posiwio aus Stuhr zeige.

25 Tausend pendeln rein, 43 Tausend raus

Das Landkreis Diepholz wächst und sei gleichermaßen ein attraktiver Arbeits- und Wohnort, findet Cord Bockhop. Aktuell wohnen 90 180 Beschäftigte im Landkreis. Das sind 16 .500 mehr als noch 2010.

72 .262 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten im Landkreis. Jeden Tag pendeln rund 24. 900 Beschäftigte ein, 42. 800 Beschäftigte verlassen den Landkreis Diepholz, um zur Arbeit zu gelangen. Damit überwiegt die Zahl der Auspendler die Zahl der Einpendler deutlich.

Eie Einnahmen der Städte und Gemeinden – das Gewerbesteuer-Istaufkommen – seien durch die Ausgleichszahlungen des Landes und des Bundes trotz der Coronalage auf dem Vorjahresniveau geblieben. Aktuell betragen sie 133,44 Millionen Euro. Die Einnahmen der Kommunen durch die Einkommensteuer blieben mit 101,05 Millionen Euro stabil.

Das verfügbare Einkommen der Bevölkerung wird aus dem Nettoeinkommen aus der Beschäftigung, Kapital- und Mieteinkünften, abzüglich der Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich der Sozialleistungen ermittelt. Insgesamt berechnen die statistischen Ämter damit eine der Maßzahlen für den Wohlstand der Bevölkerung. Und bei dieser Maßzahl ist der Landkreis Diepholz ganz weit vorne dabei: Im langfristigen Vergleich ist das verfügbare Einkommen im Landkreis Diepholz innerhalb von zehn Jahren um 4 .996 Euro gestiegen. Mit einem Zuwachs von 27,1 Prozent im Vergleichszeitraum 2008 bis 2018 liegt der Landkreis über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt (plus 25,4 Prozent) und dem Bundesdurchschnitt (plus 22,9 Prozent).

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