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Uraufführung nach zwei Jahren

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Von: Eberhard Jansen

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Dr. Christoph Kirchberg, Diepholzer Arzt und Musiker.
Dr. Christoph Kirchberg, Diepholzer Arzt und Musiker. © Jansen

Diepholz – 90 Minuten dauert das Werk – und mehr als zwei Jahre hat es bis zu einer Uraufführung gedauert: Das Oratorium „Noah“, das der Diepholzer Arzt und Musiker Dr. Christoph Kirchberg komponiert hat, wird nun zum ersten Mal von Chor, Orchester und Solisten umgesetzt. Die Uraufführung des Werkes ist am Sonntag, 20. Februar, ab 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Lennep in Remscheid.

Der dortige Kantor Johannes Geßner hat mit Mitgliedern von drei der fünf Chöre, die er in acht Jahren in Remscheid/Lennep geleitet hat, für die Aufführung von „Noah“ einen Projektchor gebildet. Die Uraufführung soll laut Veranstaltungs-Ankündigung „noch einmal ein fulminanter musikalischer Höhepunkt“ sein – ein Abschiedsgeschenk Geßners, der Lennep verlassen wird, um eine neue Stelle in Leer anzutreten. Johannes Geßner war über ein Komponisten-Forum, in dem auch Dr. Christoph Kirchberg Mitglied ist, auf das Werk des Diepholzers aufmerksam geworden.

In der Stadtkirche Lennep in Remscheid

Dem Remscheider Kantor gefiel, dass das neue Oratorium im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Werken tonal ist und nicht avantgardistisch ist. Es ist also nicht allzu schwere musikalische Kost. „Irgendwo zwischen Filmmusik und Romantik“ stuft der Remscheider Kantor das Werk aus Diepholz ein: „Es ist sehr effektvoll“. In der Stimmführung sei es aber seiner Meinung nach manchmal „unnötig schwierig“.

Der Komponist will bei der Uraufführung in der nordrhein-westfälischen Stadt auf jeden Fall dabei sein. Zweieinhalb Jahre lang hat der Arzt und Hobby-Musiker an dem Oratorium gearbeitet. „Am Beginn stand der Text“, erklärte er. Da Oratorien meist religiöse Themen haben, wählte Kirchberg eine Geschichte aus dem Alten Testament: die von Noah und seiner Arche. Bei der Anpassung der biblischen Textzeilen, die allein drei Monate dauerte, half ihm der Diepholzer Pastor im Ruhestand Ludwig Friese. Auf Basis des Textes begann Kirchberg dann in seinem Musikraum zu Hause mit der Komposition der 32 Stücke, aus denen das 90-minütige Oratorium besteht – gegliedert in Teile für Chor, Solisten und ein 60 Musiker starkes Orchester.

Zur Uraufführung haben die Remscheider Veranstalter ein 29 Musiker starkes Orchester gewählt – aus Kostengründen. Der aufführende Chor umfasst 40 Sängerinnen und Sänger. Die Beteiligten sind: Steffanie Patzke (Sopran), Hae Min Geßner (Mezzosopran), Hans-Michael Sablotny (Tenor), Robin Liebwerth (Bass), Projektchor Noah und die Kammerphilharmonie Europa.

Mehr als 50 Stücke für Chöre geschrieben

Dr. Christoph Kirchberg, der schon als Siebenjähriger in seinem Heimatort Friesoythe ein kleines Lied komponierte, ist ausgebildeter C-Organist und Chorleiter. Er hat bislang mehr als 50 Stücke für Chöre geschrieben. Sein Requiem „Missa da Requiem“ wurde 2016 in der Klosterkirche in Vechta uraufgeführt. Hinzu kommen etwa 100 Lieder aus dem Bereich Volksmusik und Schlager. Aus diesem Genre hat sich Kirchberg aber inzwischen verabschiedet.

Keyboarder bei „Dorfrock“

Der Rockmusik bleibt der Hobby-Musiker, der auch das Diepholz-Lied „Wir sind Diepholz“ komponiert hat, weiterhin treu: Der Arzt ist seit 2003 in seiner Freizeit Keyboarder der Band „Dorfrock“ aus Aschen.

Vorverkauf

Die Uraufführung von Dr. Christoph Kirchbergs Oratorium „Noah“ in Remscheid in der Evangelischen Stadtkirche Lennep beginnt am Sonntag, 20. Februar, um 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 15 Euro. Karten gibt es unter tickets.remscheid-live.de

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