„Uns geht es in erster Linie um gesunde Bienen“

Imkervereine des Landkreises nehmen für ihren großen Waschtag  Hilfe der Feuerwehr in Anspruch

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In der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien reinigen die Imker ihre Utensilien. 

Landkreis  Diepholz - Von Heiner Büntemeyer. Der Kreis-Imkerverein Diepholz hatte die Mitglieder der fünf Imkervereine Diepholz, Sulingen, Varrel-Wagenfeld, Kirchweyhe und Syke-Bassum zu einem Waschtag in die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) nach Barrien eingeladen. 25 Imker machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Imker-Utensilien gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Allerdings ist der ideale Termin für eine solche Aktion bereits verstrichen: Viele Bienen sind bereits auf den Rapsfeldern im Einsatz. Daher ist der nächste Frühjahrs-Waschtag bereits für April geplant.

Nach einem vorher genau festgelegten Zeitplan reisten die Imker mit ihren Beuten und Rähmchen an, die sie zuvor gründlich gereinigt hatten. Trotzdem kratzten sie in der FTZ auch noch die letzten Reste von Propolis aus den Ecken. Mit Propolis hatten die Bienen ihre Beuten verklebt, damit es im Innern nicht zog. Außerdem dient ihnen diese biologische Verschlussmasse auch zur Desinfektion.

Anschließend wurden in einem Dampfwachs-Schmelzer die alten Waben ausgeschmolzen. Dabei tropfte erstaunlich viel Wachs aus dem Bottich in die mitgebrachten Eimer. „Bienenwachs ist kostbar und teuer“, erklärt Alfred Krüger, Obmann für Bienengesundheit im Imker-Kreisverein. Aus dem Bienenwachs werden Kosmetika hergestellt, und auch in der Pharmaindustrie werde Bienenwachs benötigt. Die Imker brauchen das meiste Wachs selbst, denn sie formen und walzen es wieder zu vorgeprägten Mittelwänden aus, die in die Rähmchen eingelötet werden. Die Bienen nehmen diese Mittelwände, um ihre Waben darauf zu setzen.

Der Imker-Kreisverein hatte zur Premiere lediglich die Mitglieder der fünf Kreis-Imkervereine eingeladen. Künftig sollen auch die nicht organisierten Imker im Landkreis die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen. „Denn es geht uns schließlich in erster Linie um gesunde Bienen“, so Krüger.

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