Vorschläge erwünscht: Planungen starten

Umgestaltung der Diepholzer Fußgängerzone ab 2022

Die Diepholzer Fußgängerzone: Im Jahr 2022 soll sie neu gestaltet und attraktiver werden. An den Planungen können sich die Akteure der Innenstadt und andere Bürger mit Vorschlägen beteiligen.
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Die Diepholzer Fußgängerzone: Im Jahr 2022 soll sie neu gestaltet und attraktiver werden. An den Planungen können sich die Akteure der Innenstadt und andere Bürger mit Vorschlägen beteiligen.

Diepholz – Die Diepholzer Fußgängerzone Lange Straße soll im Jahr 2022 umgestaltet werden. In den nächsten Monaten wird ein Ingenieurbüro aus Vechta konkrete Planungen erarbeiten. An dem Prozess können sich Anwohner, Geschäftsinhaber, Immobilienbesitzer und andere Bürger mit Vorschlägen einbringen. Das kündigte der Leiter des Fachdienstes Bauen der Diepholzer Stadtverwaltung, Sebastian Dornieden, bei einem „Quartierstreffen“ an.

Zu dem Treffen hatten die neue Diepholzer Citymanager Torben Kohring und Sebastian Fabick die Akteure und Bewohner der Innenstadt eingeladen. Die Citymanager sind auch für die Marke „Grafenkind“ der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz aktiv. Wegen der Corona-Pandemie fand das Treffen in dieser Woche digital als „Zoom-Konferenz“ statt – mit 28 zugeschalteten Teilnehmern.

Ein großes Thema der gut einstündigen Abendveranstaltung war die Innenstadtsanierung, für die es (wie mehrfach berichtet) im Rahmen eines Programms Zuschüsse auch für Privatleute gibt. Zu dieser Sanierung gehört die Neugestaltung der Langen Straße.

Wie Fachdienstleiter Dornieden erläuterte, hat die Stadt das Vechtaer Büro „Kolhoff Landschaftsarchitekten“ für die detaillierte Planung engagiert. Dieses hatte in einem kleinen Ideeenwettbewerb gewonnen, an dem sich auch Büros aus Hamburg und Bremen beteiligt hatten.

Im Grundsatz sollen in der Fußgängerzone durch die Neugestaltung die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Dazu gehört unter anderem eine andere, moderne Beleuchtung und konsequente Barrierefreiheit – auch für die Erreichbarkeit der Geschäfte.

Erste Entwürfe für eine Neugestaltung der der Fußgängerzone sehen ein zentrales Wasserspiel an der Einmündung Kolkstraße vor. Dornieden sprach sich bei dem „Quartierstreffen“ dafür aus, Wiedererkennungsmerkmal wie das rote Klinker-Pflaster beizubehalten.

Bürgermeister Florian Marré erläuterte bei der Online-Veranstaltung noch einmal den Rahmenplan für die Innenstadtsanierung.

Citymanager stellen sich vor

Eingangs hatten sich Sebastian Fabick und Torben Kohring den Teilnehmern vorgestellt. Seit dem 16. November ist die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz durch die Stadt Diepholz mit dem Citymanagement beauftragt. „Neben anderen Bereichen beinhaltet diese Aufgabe in den nächsten knapp zwei Jahren insbesondere die Begleitung der Umbaumaßnahmen in der Innenstadt durch uns“, so die beiden Citymanager, die ihren Arbeitsplatz im „Grafenkind“--Büro an der Kolkstraße 3 haben:. Sie seien die Schnittstelle zu den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, erklärten sie. Bei den Bauarbeiten zur Neugestaltung der Innenstadt soll durch enge Absprachen die Belastung für die Anlieger möglichst gering gehalten werden.

Zu den Aufgaben der Citymanager gehört zudem, gemeinsam mit den Akteuren der Innenstadt Ideen zu entwickeln und Fehlplanungen entgegenwirken sowie „analoge und digitale Aktionen durchzuführen und die Innenstadt auch während der Bauphase zu einem attraktiven Ort zu machen.“

Die Zukunft der Diepholzer Innenstadt sehen die Citymanager in drei Bereichen: Lebenswerte Umgebung, stationärer Einzelhandel und Digitalisierung. Zum ersten Bereich gehört nach ihren Ausführungen „die attraktive Gestaltung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Orte die zum Verweilen einladen, die Innenstadt als Treffpunkt der Bevölkerung.“

Der stationäre Handel solle das Einkaufen als Erlebnis bieten sowie einen individuellen, von der Persönlichkeit geprägten Service. Wichtig sei auch die gemeinsame Vermarktung der Angebote in den Geschäften durch Werbung und Aktionen.

Unter dem Stichwort „Digitalisierung“ führten Fabick und Kohring aus, dass der Onlinehandel wachsende Anteile hat: „Der stationäre Handel benötigt Onlinehandel zum Überleben“, so die Citymanager, er könne sich also nicht auf das klassische Ladengeschäft beschränken. Somit sei auch eine gemeinsame und individuelle digitale Vermarktung notwendig.

Tourismus fördern

Ein weiteres Thema beim „Quartierstreffen“ war der Tourismus – insbesondere mit Blick auf die größere Gästezahl am Dümmer durch den Marissa-Ferienpark in Lembruch. Bürgermeister Florian Marré wies darauf hin, dass im ersten Quartal eine Kraft im Rathaus bei der Diepholzer Wirtschaftsförderung angestellt werde, die sich um Tourismusangebote kümm

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