Spende vom Verein „Streuobstwiese Heede“ 

Übergabe stilecht vor blühenden Obstbäumen

Die Spenden-Übergabe an die „Familie Dieter und Margret Möller-Stiftung, vertreten durch Dieter Möller und Irene Pöttker vom Stiftungs-Vorstand, erfolgte auf dem Gelände der Streuobstwiese an der langen Wand in Heede. - Fotos: Dufner

Heede - Die Sankt Hülfer-Heeder Weihnacht des Männergesangvereins Sankt Hülfe sowie die jüngste Mitgliederversammlung hatten für die „Familie Dieter und Margret Möller-Stiftung“ ein erfreuliches Nachspiel. Dafür sorgte der 1996 von Bewohnern der ökologischen Siedlung „Lange Wand“ gegründete eingetragene Verein „Streuobstwiese Heede.“ Dankend nahmen Dieter Möller und Irene Pöttker vom Stiftungsvorstand eine Spende über 262 Euro entgegen. Die Übergabe erfolgte stilecht – auf dem Gelände der Streuobstwiese.

Die Teilnehmer wurden dort von einem vielstimmigen Vogelkonzert empfangen, in das sich das Blöken der Schafe, die angesichts des Menschen-Auflaufs neugierig zum Zaun eilten, Geschnatter der mitteilungsfreudigen Gänse und aufgeregtes Gegacker der Hühner mischte.

Die Verantwortlichen des Vereins hatten zu dieser besonderen Aktion aber nicht nur die „Musik“ bestellt, sondern tischten auch noch groß unter freiem Himmel auf: Kaffee und leckere Erdbeer-Rhabarber-Baiser-Torte verbreiteten schnell ihren Duft auf dem 24000 qm großen Gelände, das von der Stadt Diepholz langfristig gepachtet wurde und sich längst zu einem kleinen Paradies für Tiere, Pflanzen und Menschen gemausert hat. Nur das Wetter war an dem Nachmittag der Scheckübergabe nicht ganz standesgemäß. Für das Grau-in-Grau entschädigten wenigstens die in voller Blüte stehenden Obstbäume.

Vorstandsmitglied Bernd Dreier stellte den Verein „Streuobstwiese“ näher vor. Satzungsziele seien insbesondere die Bewahrung der Kulturlandschaft mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt, der Umweltschutz sowie die Förderung der Landespflege. Es seien knapp 60 hochstämmige Obstbäume aller Sorten, Benjeshecken als Windschutz sowie verschiedene andere Bäume wie Birken, Weiden oder Maronen angepflanzt worden. Zum Gelände gehörten außerdem eine Magerwiese, ein Insektenhotel, ein Steinhaufen als Unterschlupf für kleinere Tiere sowie der gut frequentierte Bolzplatz für die Bewohner der Siedlung.

Dreier lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Verein für Vogelschutz und -zucht „Ornis“ Diepholz sowie mit der Imkerei Gülker, deren Bienen der Obstwiese alljährlich eine reichhaltige Ernte bescheren. Zum Verein gehören etwa 20 Familien, insbesondere aus der „Langen Wand“, aber auch aus dem näheren Umfeld in Heede. Um die Pflege des Areals kümmern sich die Vereinsmitglieder. Wer mehr wissen will, sollte sich mit Barbara Strobel (Tel. 05441/2985) in Verbindung setzen.

Ströher Schwarten und Wagenfelder Pickert

Einige Vereinsmitglieder waren bereit, das Projekt „Streuobstwiese“ bei der Sankt Hülfer-Heeder Weihnacht zu präsentieren. Dabei gab es nicht nur Informationen in Hülle und Fülle, sondern auch „typisch Heimatliches“ wie Ströher Schwarten und Wagenfelder Pickert. Die Hauptinitiatoren waren Uwe Kunter und Karl-Heinz Hoffmann, die aus Wagenfeld bzw. Ströhen kommen. Helfer(-innen) bei der Weihnachtsmarkt-Aktion waren außerdem Klaus und Rita Bookhoop, Bärbel und Ulrich Viktor, Monika Peter und Edith Fahrenholz. Letztere betonte, dass allen die „Arbeit“ an diesem Stand viel Freude bereitet habe. Der Verein habe viel Zuspruch bekommen. Alle hätten auch den wunderbaren Streuobstwiesen-Apfelsaft gelobt.

„Wir hatten an diesem Nachmittag einen Reinerlös von 152 Euro. Uns war ziemlich schnell klar, dass wir das Geld für einen guten Zweck spenden wollten.“ Dabei hätten sich die Mitglieder in ihrer Hauptversammlung für die Möller-Stiftung entschieden. Eine spontan durchgeführte Sammlung habe dann noch einmal 110 Euro gebracht, lobte Fahrenholz die Spendenbereitschaft.

Dieter Möller und Irene Pöttker freuten sich über den „warmen Regen“. Sie berichteten, dass die Stiftung schon darauf achte, dass hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche vorwiegend aus der Umgebung unterstützt würden. Es kämen aber auch Anfragen aus ganz Niedersachsen und vereinzelt auch darüber hinaus.

Uwe Kunter am Werk in der „Pickert-Ecke“ bei der Sankt Hülfer-Heeder Weihnacht.

Die 2001 ins Leben gerufene Stiftung fördere einmalige, dringend notwendige Anschaffungen wie beispielsweise eine Rampe für Rollstuhlfahrer und biete auch bei laufenden Hilfen finanzielle Unterstützung an. Es gäbe auch außergewöhnliche Wünsche wie eine Delfintherapie oder therapeutisches Reiten. In diesen Fällen werde sehr genau geprüft, wie sich der Hilfebedarf darstelle und ob eine Unterstützung wirklich dringend notwendig sei.

Beide Stiftungs-Vorstände bekräftigten, dass sie sich über jede Spende freuen würden, sei sie auch noch so klein. Es komme sehr selten vor, von Vereinen unterstützt zu werden.

Für den Streuobstwiesen-Verein sind 262 Euro schon ein stattlicher Betrag. Er macht schließlich rund ein Viertel des jährlichen Etats von rund 1000 Euro aus. „Wir als Projektgruppe Heeder Weihnacht haben uns jedenfalls sehr gefreut, dass die Mitgliederversammlung unserem Vorschlag, das Geld zu spenden, zugestimmt hat – und zwar trotz des Wissens, dass demnächst höhere Investitionen auf der Obstwiese erforderlich sind,“ zieht Edith Fahrenholz einen (vorläufigen) Schlussstrich unter eine nachahmenswerte Aktion für einen guten Zweck.

J rdu

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