Jugendsozialarbeiter André Pfennig stellt Umfrage-Ergebnisse vor

Treffpunkte von Jugendlichen in Diepholz

Andre Pfennig, Jugendsozialarbeiter der Stadt Diepholz.
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Andre Pfennig, Jugendsozialarbeiter der Stadt Diepholz.

Diepholz – Wo halten sich Jugendliche und Heranwachsende in Diepholz auf? Und was wünschen sie sich für ihre Treffpunkte? Darüber berichtete André Pfennig, Jugendsozialarbeiter der Stadt Diepholz, im städtischen Ausschuss für Bildung und Jugend, der im Rathaus tagte.

Neben dem offiziellen, durch die Stadt betriebenen Treffpunkt „Café Freiraum“ in der „Münte“ sind die Bolzplätze an der Mühlenkampschule und der Grundschule an der Hindenburgstraße Treffpunkte von Jugendlichen – das sind alle in der Altersgruppe von zehn bis 21 Jahren. Auch der Basketballplatz hinter der Wissenswerkstatt an der Bahnhofstraße ist beliebt – ebenso die Skateranlage Dustmühle an der Thüringer Straße – und McDonalds. Dass auch der Parkplatz des Berufsbildungszentrums (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup gern von Jugendlichen und von Heranwachsenden mit Autos als Treffpunkt genutzt wird, führt zu örtlichen Problemen, denn hier wird oft viel Müll hinterlassen.

Problem: Müll am BBZ-Parkplatz

Im städtischen „Café Freiraum“, das im April 2018 eröffnet worden war, starteten André Pfennig und seine Kollegen des Diepholzer Jugendbüros eine kleine, nicht repräsentative Umfrage unter Nutzern. Die Teilnahme war freiwillig und anonym. Wie der Jugendsozialarbeiter im Ausschuss erläuterte, äußerten zehn- bis 14-jährige Teilnehmer dabei unter anderem folgende Wünsche: „Mehr Einkaufsmöglichkeiten und ein neues Fast-Food-Restaurant“, „kostenlose Trinkmöglichkeiten“, „Fußballplatz, neues Schwimmbad, Drei-Meter-Turm im Hallenbad und „Jobs für Jugendliche.“

Befragte im Alter von 15 bis 19 Jahren wünschten sich für Freizeitaktivitäten: „Laser-Tag, Geocaching und Spieleabende“ und „neuer großer Park mit Sport- und Fitnessmöglichkeiten“ (Fußball, Gerätetraining).

Auffällig war laut André Pfennig bei der Umfrage: „Es gab kaum konkrete Ideen, Wünsche oder Vorstellungen seitens der Jugendlichen.“

Kletterwand vorgeschlagen

Als Beispiele für Sport- und Fitnessmöglichkeiten, die die Stadt auf öffentlichen Plätzen installieren könnte, nannte Pfennig eine Kletterwand („Outdoor Bouler-Wand“), die etwa 15 000 Euro plus Montage und Fallschutz kostet, sowie das Fitnessgerät „Multistation für 10 000 Euro und eine „Kraftstation“ für etwa 3 500 Euro.

Die Kommunalpolitiker im Ausschuss nahmen die Informationen des Jugendsozialarbeiters für spätere Entscheidungen zur Kenntnis.

Weniger Besucher im „Café Freiraum“

Die Besucherzahl des städtischen Diepholzer Treffpunktes „Café Freiraum“ in der „Münte“ ist durch die Corona-Pandemie stark gesunken. Die geringere Zahl hatte aber einen Vorteil. „Es gab mehr Zeit für intensive Gespräche“, sagte Jugendsozialarbeiter André Pfennig im Ausschuss für Bildung und Jugend, wo er Zahlen vorlegte. 2019 hatten 6 115 Jugendliche, 54 Studenten sowie 783 Erwachsene und Senioren das „Cafe Freiraum“ besucht, in dem verschiedene Aktionen angeboten werden. Im Pandemie-Jahr 2020 waren es nur noch 1 672 Jugendliche, 25 Studenten und 307 Erwachsene/Senioren. In diesem Jahr (bis einschließlich 45. Kalenderwoche) wurden 945 Jugendliche, 19 Studenten und 218 Erwachsene/Senioren gezählt. Wegen der Pandemie war das Café Freiraum zeitweise geschlossen.  

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