Tierschutzverein Diepholz nun auf solider Finanz-Basis

Neues Konzept bei Fundtieren

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Über eine sehr positive Entwicklung des Tierschutzhofes und der Vereins-Finanzierung konnte Vorsitzende Silke Fraune (hinten, 2. von links) bei der Versammlung des Tierschutzvereins Diepholz und Umgebung am Mittwochabend im Hotel Castendieck berichten.

Diepholz - Nach turbulenten Jahren mit finanzieller Unsicherheit ist im Tierschutzverein Diepholz und Umgebung Ruhe eingekehrt. Grund ist ein neues Finanzierungskonzept, das der neue Vorstand mit den zehn Kommunen aus den Landkreisen Diepholz und Vechta ausgehandelt hat, die im von dem Verein betriebenen Tierschutzhof in Dickel Fundtiere abgeben. Mehr als 500 Tiere wurden dort 2014 insgesamt aufgenommen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins am Mittwochabend im Hotel Castendieck konnze Vorsitzende Silke Fraune in ihrem fast einstündigen Vorstands- und Tierheimbericht nahezu ausschließlich Positives verkünden.

So werden die Kosten für Fundtiere nun nach einem speziellen Schlüssel von den abgebenden Kommunen erstattet. In den Tierschutzhof in Dickel kommen Tiere, die in Diepholz, Barnstorf, Rehdene, Lemförde, Wagenfeld, Twistringen, Vechta, Lohne, Steinfeld und Damme gefunden werden.

Von den 104 Hunden, die der Tierschutzhof 2014 aufnahm, waren etwa die Hälfte solche Fundtiere. Die anderen wurden von den Besitzern aus unterschiedlichen Gründen abgegeben. Die meisten Fund-Hunde werden von den Besitzern wieder abgeholt. Von den 292 gefundenen Katzen, die im Tierschutzhof landeten, kamen nur drei zu den Besitzern zurück. Insgesamt nahm der Tierschutzverein 340 Katzen auf. 200 von ihnen konnten vermittelt werden.

Zudem wurden im vergangenen Jahr 28 Kaninchen aufgenommen (davon 21 gefundene), zehn Meerschweinchen, ein Frettchen, drei Gänse, zwei Schweine und ein Ziegenbock. Die Polizei stand auch eines Tages mit einem gefundenen Pferd vor der Tür des Tierschutzhofes in Dickel. Dieses holte der Besitzer aber schon am nächsten Tag wieder ab, berichtete Tierheimleiterin Jennifer Pauli bei der harmonischen Versammlung, an der 22 Mitglieder und ein Hund teilnahmen.

Positiv war auch der Kassenbericht. Laut Kassenprüfer Dr. Ulrich Januszewski steht der Verein nun auf einer „soliden finanziellen Basis“. Erstmals seit Jahren gab es unter dem Strich kein Minus. Neben den Zuweisungen durch die Kommunen, die Tiere abgeben, finanziert sich der Tierschutzverein Diepholz durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Vermittlung von Tieren. Gegenüber den Vorjahren stark gestiegen waren 2014 die Tierarztkosten. Das lag an einem Parasitenbefall von Tieren und an Folgen der Katzenseuche. Inzwischen ist beides kein Thema mehr.

Der ehemaligen Vorsitzenden und deren Stellvertreterin erteilte die Versammlung nachträglich einstimmig (bei einer Enthaltung) Entlastung. Grund der Verzögerung war ein dubioser Mahnbescheid eines Hundebesitzers aus Dinklage über 950000 Euro, der bei der Versammlung 2013 für Aufsehen gesorgt hatte. Die seinerzeitige Vorsitzende war kurz vor der Versammlung zurückgetreten. Ihr wurde im Nachhinein bescheinigt, sich bei dem Mahnbescheid korrekt verhalten und Widerspruch gegen diesen eingelegt zu haben. Sie hatte seinerzeit nur die Unterlagen nicht vorgelegt.

Auf dem Tierschutzhof hat der Verein 2014 investiert – unter anderem gibt es ein neues Katzenzimmer und eine neue Küche.

Zur Finanzierung des Tierschutzhofes tragen auch Veranstaltungen bei. So sind für 2015 wieder ein Sommerfest am 12. Juli und ein zweitägiger Weihnachtsbasar geplant.

ej

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