Zu Besuch beim Siam Muay Thai Club

Thailändischer Nationalsport in Diepholz

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Für das Training, bei dem Disziplin und Respekt wichtig sind, hat sich der Siam Muay Thai Club in Diepholz einen Bereich in der Tennishalle an der Moorstraße gemietet.

Diepholz – Hier wird nicht einfach drauflos gedroschen: Respekt und Disziplin sind angesagt bei der Kampfsportart, die nun auch in Diepholz intensiv betrieben wird: Thaiboxen.

Wo früher Tennisbälle übers Netz geschlagen wurden, wird nun an der Moorstraße mit spezieller Technik geboxt. In der Halle des Sauna und Sportparadieses in Diepholz hat sich der Siam Muay Thai Club etabliert. Der Ehrenburger Nils Wohlann, der in Diepholz arbeitet und schon in seinem Heimatort Thaiboxen als Sparte des TV Schmalförden organisiert, ist auch in der Kreisstadt mit seinem Angebot auf großes Interesse gestoßen.

Etwa 20 meist junge Männer trainieren mit ihm dienstags und mittwochs ab 19 Uhr in der Tennishalle. Dort hat sich der Siam Muay Thai Club einen Bereich gemietet und einen sechs mal sechs Meter großen Boxring aufgebaut. Darin und davor wird seit einigen Monaten das Muay-Thai-Boxen betrieben. Jetzt nahmen die ersten beiden Mitglieder der Diepholzer Gruppe an einem Wettkampf in Hannover teil – und das erfolgreich.

Thaibox-Trainer Nils Wohlann (Mitte) mit den beiden ersten Diepholzer Wettkampf-Teilnehmern Baskim Shabani (rechts) und Dennis Minzel.

Baskim Shabani ist einer davon. Er hat früher klassisch geboxt – in der Sparte der SG Diepholz bei Horst Johanning. Doch diese Sportart reichte ihm nicht mehr: „Beim Thaiboxen gibt es mehr Varianten“, erklärt der Diepholzer seinen Wechsel zum Thaiboxen. Er siegte bei seinem ersten offiziellen Wettkamp in zwei Runden von je zwei Minuten.

Ein Unentschieden gelang Dennis Minzel bei seiner Wettkampf-Premiere in Hannover. Der 18-jährige Schüler aus Diepholz kam über Kampfsport-Filme zu der Sportart.

Örtliche Clubs veranstalten die Wettkämpfe. Die Teilnehmer sprechen Dauer und Ausrüstung – mit oder ohne Knieschoner – nach ihrem individuellen Leistungsstand ab.

Die Ergebnisse werden in einem Pass des Thaibox-Verbandes festgehalten.

„Thaiboxen ist nicht nur etwas für Männer“, betont Nils Wohlann: „In unserem Club gibt es auch eine Frauengruppe und eine Gruppe für Kinder ab sechs Jahren.“

Der 30-Jährige betreibt den thailändischen Kampfsport seit zwölf Jahren, hat sich mehrfach in Thailand im Nationalsport dieses Landes weiterbilden lassen und ist lizenzierter Trainer.

„Wir haben mit Ehrenburg und Diepholz zwei unterschiedliche Orte und Gruppen, jedoch sind wir als Muay Thai Club sportlich ein Team“, erklärt Nils Wohlann. Dem Club gehören Anfänger wie auch erfahrene Kampfsportler an, die weitere Wettbewerbe im Auge haben.

Nähere Informationen zum Training und zu Trainingszeiten gibt es unter Tel. 0151/26832891 sowie auf den Socialmedia-Plattformen Instagram und Facebook unter Siam Muay Thai Club.

Infos: Muay-Thai-Boxen

Das Muay-Thai-Boxen hat seinen Ursprung in Thailand und wurde vor einigen Jahren vom thailändischen Staat zum nationalen Kulturgut erklärt. Im Unterschied zum Kickboxen, bei dem nur Faustschläge und Tritte erlaubt sind, erlaubt das Regelwerk des Muay-Thais zusätzlich den Einsatz von Ellenbogen-, Clinch-, und Knietechniken. Ein weiterer Aspekt sind die traditionellen Elemente und Werte, wie das Wai Kru (ein traditionelles Ritual vor einem Kampf), die vom Trainer an die Schülerinnen und Schüler vermittelt werden. Muay Thai/ Thaiboxen ist eine Kampfkunst, die als Wettkampfsport und auch als Selbstverteidigung oder zur Fitnesssteigerung trainiert werden kann. (Quelle: Siam Muay Thai Club)

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