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Aschen schwelgt in Tatort-Erinnerungen

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Von: Eberhard Jansen

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Szene aus dem Tatort „Lastrumer Mischung“: Maria Furtwängler (als Kommissarin Charlotte Lindholm) am Kneipentisch, an dem auch der Aschener Friedrich Winkelmann (2. von links) sitzt.
Szene aus dem Tatort „Lastrumer Mischung“: Maria Furtwängler (als Kommissarin Charlotte Lindholm) am Kneipentisch, an dem auch der Aschener Friedrich Winkelmann (2. von links) sitzt. © NDR/Meier

Aschen und Drebber als Tatort-Kulisse, Bewohner als Statisten: 20 Jahre ist es nun her, dass die Folge „Lastrumer Mischung“ mit Kommissarin Charlotte Lindholm, dargestellt von Maria Furtwängler, das erste Mal ausgestrahlt wurde. An Originaldrehorten trafen sich einige Beteiligte wieder - und der NDR war dabei. Der Beitrag ist am Samstag in „Hallo Niedersachsen“ zu sehen.

Aschen/Drebber – Friedrich Winkelmann hatte nur einen Satz zu sagen: „Die hat sich vom Acker gemacht“, berichtete der Aschener als Kneipen-Gast damals der von Maria Furtwängler gespielten Kommissarin Charlotte Lindholm. An die Dreharbeiten zum Tatort „Lastrumer Mischung“ und an seine kleine Statistenrolle dabei kann sich Winkelmann noch gut erinnern. Vom 6. November bis 8. Dezember 2001 wurde in Aschen, Drebber und an Orten im Oldenburger Münsterland dieser Krimi gedreht und am 7. April 2002 – vor 20 Jahren – in der ARD ausgestrahlt. Es war der erste Fall für die Fernsehkommissarin Charlotte Lindholm.

Am Dienstagabend lebten die Erinnerungen Winkelmanns und von einem Dutzend anderer Aschener, die sich an den Dreharbeiten beteiligt hatten, wieder auf. Sie trafen sich auf Einladung eines NDR-Teams in der Gaststätte Koop, die im Film „Zur alten Mühle“ heißt und von außen zu sehen ist.

Sendetermin am Samstag, 9. April

Der Fernsehbeitrag aus Aschen über die Dreharbeiten vor gut 20 Jahren ist am Samstag, 9. April, ab 19.30 Uhr in Hallo Niedersachsen (NDR) zu sehen und anschließend noch ein Jahr in der Mediathek des Senders im Internet zu finden. Bereits am Freitag zwischen 16 und 18 Uhr berichtet Henning Orth im Hörfunk zwischen 16 und 18 Uhr auf NDR1 Niedersachsen.

Die Kneipen-Innenaufnahmen für den damaligen Tatort hatten nicht in Aschen stattgefunden, sondern in einer Gaststätte in Elsten/Cappeln. „Die Räume von Koop waren dafür zu klein“, berichtet Friedrich Winkelmann.

Werner Schneider, der seinerzeit bei Aufnahmen in Mariendrebber einen „Kirchgänger“ gemimt hatte, war mit Kopien damaligen Berichte aus unserer Zeitung ausgerüstet. Darin wurde bei dem Treffen viel geblättert.

Statisten von damals erinnern sich an den tatort-Dreh vor 20 Jahren. Der NDR filmt das Ganze.
Erinnerungen an den Dreh des Tatort-Krimis vor gut 20 Jahren in Aschen: In der Gaststätte Koop trafen sich am Dienstagabend Aschener, die damals dabei waren – darunter Friedrich Winkelmann (hinten), Werner Schneider (rechts) sowie Helmut und Irmhild Benedde. Ein Team des NDR drehte dabei für „Hallo Niedersachsen“. © Jansen

Gastwirtin Adelheid Burke und ihre Tochter Claudia präsentierten einen Eintrag ins Gästebuch von Koop: Maria Furtwängler hatte sich darin mit besten Wünschen für Kira verewigt. Das ist Claudia Burkes Tochter, die damals vier Monate alt war: „Ich habe das wohl verschlafen“, konnte sich Kira an die Dreharbeiten natürlich nicht erinnern.

Das können aber viele Aschener, stellte das Fernsehteam um NDR-Journalist Henning Orth fest, als es am Nachmittag mit Friedrich Winkelmann fünf damalige Drehorte in Aschen und Drebber besuchte und dort aktuelle Aufnahmen machte. Nicht alle Gebäude gibt es heute noch.

Erfolgreichster Tatort des Jahres 2002

Henning Orth hatte auch schon vor 20 Jahren von den Dreharbeiten und dem Public Viewing bei der Erstausstrahlung des Tatort in der Aschener Schützenhalle berichtet. „Es war mit 10,2 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Tatort des Jahres 2002“, sagte Orth: „Vielleicht lag das auch an den Aschenern.“

Bei der abendlichen Erinnerungsrunde in der Gaststätte Koop stand auch eine Schale mit Keksen auf dem Tisch. Daran traute sich zunächst niemand, denn im Tatort war das Mordopfer mit Keksen aus der „Lastrumer Mischung“ vergiftet worden. Werner Schneider wagte es – und überstand den Verzehr eines Kekses unbeschadet.

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Nachdem sich das NDR-Team auf den Rückweg gemacht hatte, gab es in der Runde auch kritische Stimmen zu dem Tatort, der in dem ländlichen Phantasieort „Lastrum“ spielt. In dem Krimi seien das Dorf und die Menschen teils sehr klischeehaft dargestellt worden.

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