Erstes „Café International“ an der St.-Nicolai-Kirche gut besucht

Syrischer Orgelschüler am Klavier

Gastgeber und Besucher des „Café International“ im Gemeidnehaus neben St.-Nicolai-Kirche in Diepholz bildeten lockere Runden an den Tischen. - Foto: Bredemeyer

Diepholz - Das Mitarbeiterteam war gespannt: Würden Hiesige und Flüchtlinge ihre Einladung zum „Café International im Gemeindehaus neben der St.-Nicolai-Kirche annehmen?

Der Start am Sonnabendnachmittag kann als gelungen bezeichnet werden. Gut 50 Gäste folgten der fröhlichen Einladung des „Papppastors“ an der Tür in das Gemeindehaus, hier einzutreten.

In verschiedenen Sprachen gab es Hinweise auf das Buffet mit selbstgebackenem Kuchen, Tees, Kaffee und Säften. Und eine große Weltkarte zeigte an, aus welchen Nationen bislang Flüchtlinge nach Diepholz gekommen sind.

Schnell fanden sich Tischgemeinschaften zusammen. Auch Besucher aus Barnstorf waren gekommen.

In einer Spielecke nahe ihren Müttern kamen die Kleinsten zu ihrem Recht. Besonders schön war auch, dass einfach Diepholzer dazu gekommen waren, die die Chance nutzten, Einblick zu nehmen. Praktisch und wirklich nützlich war das allemal, konnten doch erfahrene Flüchtlingshelfer aktuell auf ihre Fragen antworten – ob zu Kleidern, Haushaltsutensilien oder gar zu der Idee, eine Art Strickcafé einzurichten.

Barnstorfer Gäste fragten nach Wohnungsmöglichkeiten in Diepholz, und Hausfrauen hörten von den Kuchenwünschen für das „Café International“. Sie sind sehr willkommen und im Gemeindebüro (Tel. 05441/6058) anzumelden.

Auch die Flüchtlinge zeigten keine Berührungsängste: „Backen können wir auch!“ Und als nachher aufgeräumt wurde, packten die jungen Männer mit an. „Im Sommer können wir auch draußen sitzen, wurde als Idee geäußert.“

Aufgeschlossen für die Vorhaben zeigten sich als Hausherren Diakonin Frauke Laging und Pastor Lutz Korn. Auch die Mitarbeiterin für Projekte in der Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis, Berta Reder, nahm Anregungen auf. „Wir werden uns entwickeln und das Miteinander einüben und pflegen“, war die Meinung des ersten Teams. Hinter verschlossenen Türen arbeiten, will keiner.

Aufgeschlossen war auch der syrische Orgelschüler Karam Naamo, der spontan am Klavier Platz nahm und für noch mehr Stimmung sorgte.

Zu Samstag, 30. April, wird wieder ins „Café International“ im Gemeindehaus von St. Nicolai eingeladen, und dann hoffen alle auf neue Gäste, auf ihre Flüchtlingspaten und weitere aufgeschlossene Diepholzer. - hb

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