„Ostern fällt nicht aus“

Superintendent Lensch: Kirche während der Corona-Krise neu entdecken

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Superintendent Marten Lensch.

Kirche geht in der Corona-Krise neue Wege. Der Kirchenkreis Grafschaft Diepholz setzt auf Social Media.

Diepholz / Sulingen Seit Ende März sind die Türen der 23 evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz geschlossen. Das stellt auch die Gemeinden und die Theologinnen und Theologen vor ganz neue Herausforderungen. Als Schutz vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus finden keine klassischen Gottesdienste und Veranstaltungen mehr statt – dafür aber online mit der Homepage kirchenkreis-diepholz.de und auch bei Facebook, Instagram und YouTube unter „wir_leben_glauben“.

„Unsere neuen social media-Kanäle haben wir nach unserem Kirchenkreismotto benannt,“ berichtet Diakonin Frauke Laging, die für die technische Umsetzung und den Aufbau des Angebots zuständig ist. „Wir leben Glauben“, ergänzt Superintendent Lensch, „und das jetzt auch über Gemeinde- und Kirchenkreisgrenzen hinweg.“

Alle Kirchengemeinden arbeiten zusammen

Täglich hätten die Zuschauerinnen und Zuschauer jetzt die Gelegenheit, den Pastorinnen, Diakonen, Prädikantinnen und Lektoren aus den 23 Kirchengemeinde zu begegnen, denn Mitarbeitende aus allen Kirchengemeinden arbeiten zusammen, um täglich nicht nur Videos (auch für Kinder), sondern auch Gebete und schriftliche Impulse anzubieten.

Die Online-Gottesdienste an den Feiertagen: Die Osternacht wurde in St. Nicolai in Diepholz aufgezeichnet, Pastor Lutz Korn lädt die Online-Gemeinde zu einem meditativen Abendgottesdienst ein. Der Gottesdienst am Ostersonntag wird von Pastor Eckhart Schätzel und Diakon Ingo Jaeger in der Martin Luther Kirche Lemförde aufgenommen, die Mitarbeitende aus der Evangelischen Jugend per Sprachnachrichten einbinden. Ostermontag hält Pastor Burkhard Westphal den Online-Gottesdienst in Mellinghausen.

„Neue Art, das Evangelium zu verkünden”

Viele Kirchengemeinden im Kirchenkreis bieten darüber hinaus weitere Aktionen an – halten telefonischen Kontakt mit ihren Gemeindegliedern, hängen Bibelworte zum Mitnehmen an die Kirchentüren und verteilen schriftliche Gottesdienste in der Gemeinde.

„Für manche von uns Hauptamtlichen sind die Online-Gottesdienste eine ganz neue Art, Menschen das Evangelium zu verkündigen.“, erklärt Diakonin Frauke Laging die aktuelle Situation weiter. Und Superintendent Marten Lensch ergänzt: „Wir wünschen uns, dass wir viele ansprechen und ihnen vielleicht die Möglichkeit geben, Kirche und Gottesdienst an Ostern ganz neu entdecken – auf Ihrem Sofa in ihrem Wohnzimmer.“

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