Ankauf des Mühlenkampstadions

Pläne für Diepholzer Sportstätten

Wegen Dioxinbelastung ist die Rundlaufbahn im Mühlenkampstadion seit Jahrzehnten nicht nutzbar. Die Sanierung dieser Altlast ist ein Punkt des Stufenplans für die drei Sportstätten der Stadt Diepholz.
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Wegen Dioxinbelastung ist die Rundlaufbahn im Mühlenkampstadion seit Jahrzehnten nicht nutzbar. Die Sanierung dieser Altlast ist ein Punkt des Stufenplans für die drei Sportstätten der Stadt Diepholz.

Diepholz – Die drei Sportstätten der Stadt Diepholz – Mühlenkampstadion, Sankt Hülfe und Aschen – sind nicht schlecht, aber in einigen Bereichen verbesserungswürdig. Das haben Gespräche der Stadt mit den Vereinen SG Diepholz, TuS Sankt Hülfe-Heede und TSV Aschen ergeben. Einige der dabei geäußerten Wünsche und Anregungen hat die Stadtverwaltung nach einem entsprechenden Beschluss des Rates in einem Stufenplan zusammengefasst.

Dieser Plan listet auf, was in den Stadien in den nächsten Jahren saniert beziehungsweise ergänzt werden soll. Verwaltungs-Fachdienstleiterin Petra Hage stellte den Sportstätten-Stufenplan am Dienstagnachmittag im städtischen Ausschuss für Ordnung, Markt, Soziales, Sport und Kultur vor.

Altlasten-Entsorgung: Neues Gutachten

Demnach soll 2022 zunächst ein neues Gutachten für die Altlasten im Mühlenkampstadion in Auftrag gegeben werden. Wegen einer Belastung mit Dioxin (Kieselrot) sind die Laufbahn und Bereiche hinter den Toren seit Jahrzehnten gesperrt.

Umzäunung in Sankt Hülfe optimieren

Als zweiten Punkt sieht der Sprtstätten-Stufenplan vor, die Umzäunung des Sportplatzes in Sankt Hülfe zu optimieren. Dafür sind etwa 13 500 Euro eingeplant. Die Erneuerung von Zaunabschnitten am Sportplatz in Aschen steht an dritter Stelle im Stufenplan.

Aufwendiger und mit geschätzten 23 000 Euro teurer ist die für 2022 unter Punkt vier eingeplante Sanierung der Weitsprunganlage und der Kurzstreckenlaufbahn im Mühlenkampstadion.

Erbpachtvertrag für Stadiongelände läuft aus

Punkt fünf im Sportstätten-Stufenplan fällt aus dem Rahmen: „Ankauf Mühlenkampstadion“ heißt dieser. Hintergrund: Der Erbpachtvertrag des privaten Grundstück-Eigentümers mit der Stadt Diepholz läuft 2023 aus. Im Jahr davor muss die Stadt erklären, ob sie das Gelände zum aktuellen Verkehrswert kaufen möchte. Dann hat sie das Recht dazu. Der Rat muss das aber noch beschließen. Andernfalls müsste die Stadt das Mühlenkampstadion-Gelände geräumt an den Eigentümer zurückgeben. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Als geschätzter Verkehrswert steht in dem im Ausschuss öffentlich vorgestellten Stufenplan „circa 500 000 Euro“.

Flutlichtanlagen auf LED umstellen

Abhängig vom Ergebnis des neuen Altlasten-Gutachtens – Punkt eins des Stufenplanes, geschätzte Kosten etwa 4 100 Euro – hat die Stadt Diepholz für 2023 im Mühlenkampstadion die Altlasten-Entsorgung, die Schaffung von Barrieren am Rand des Spielfeldes und Sitzmöglichkeiten dahinter (wie von der SG vorgeschlagen) sowie die Erneuerung der 1977 gebauten Flutlichtanlage mit Umstellung auf energiesparende LED-Technik vorgesehen.

Wenn die Moorstraße im Bereich des Mühlenkampstadions 2024 neu gestaltet wird, sollen dort am Rand auch Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Ein von der SG zudem gewünschter Unterstand für Zuschauer mit Verkaufsmöglichkeit könnte laut Stufenplan dann 2025 realisiert werden.

Einige kleine Maßnahmen aus dem Stufenplan habe die Verwaltung laut Petra Hage als „laufendes Geschäft“ bereits umgesetzt. Die größeren Maßnahmen sind im Entwurf des neuen Haushaltes der Stadt Diepholz vorgesehen, den der Rat erst noch beschließen muss.

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