Studenten erfinden Maschine zur Herstellung von Karnevalsschmuck

Rosie spuckt 360 Blumen aus

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Die Macher und ihre Maschine (v.l.): Alexander Fangmann, Alex Schulze Bernd, Steffen Breitenstein, Niko Senkler, Jan Ehrenborg und Christina Niestert.

Diepholz - Von Matthias Niehues. So mancher Festwagen, der am „Dammer Carneval“ teilnimmt, wird mit mehreren Tausend bunten Rosen geschmückt. Die wurden bisher aufwändig von Hand gezupft und gebunden. Jetzt haben Studenten der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz eine Maschine entwickelt, die das vollautomatisch kann.

Die Idee für diese Projektarbeit kam den angehenden sechs Maschinenbauern in der dualen Ausbildung, weil alle eingefleischte Karnevalfans sind. Gleich drei von ihnen kommen aus dem Raum Damme und wissen aus Erfahrung, wie mühsam das Zupfen und Binden des Wagenschmuckes aus Kunststofffolie ist.

Die Idee für die von der PHWT geforderte Projektarbeit war daher schnell geboren. Zwischen dem fünften und siebten Semester arbeiteten die Tüftler an der Umsetzung. Entstanden ist daraus jetzt eine Maschine mit dem Namen „Rosie“. Das Gerät greift auf die üblichen Rollen mit Folie zurück, schneidet pro Rose vier Stücke ab, erwärmt diese auf etwa 70 Grad und drückt sie in verschiedene Formen.

So sieht der fertige Wagenschmuck aus.

Anstatt sie – wie von Hand zusammenzubinden – werden die vier „Blütenstücke“ mit einem Schweißpunkt verbunden. Auf diese Weise soll die Maschine künftig 360 Rosen pro Stunde ausspucken. „Ganz serienreif ist Rosie noch nicht“, räumt Miterfinder und Karneval-Kenner Alexander Fangmann aus Osterfeine ein. Da sei noch etwas Feintuning der komplexen Steuerung gefragt. Dafür wurde der Prototyp jetzt in einer hochschul-öffentlichen Präsentation vorgestellt. Damit niemand Idee und Fertigungsweg abkupfern kann, haben die Erfinder ihre Rosenmaschine vorab zum Patent angemeldet. Spätestens zur nächsten Karnevals-Saison soll das Gerät ausgereift sein. Wagenbauer und Interessierte können dann die transportable Rosie stundenweise anmieten, so die Vorstellung der Studenten.

An dem Projekt beteiligt sind Alexander Fangmann aus Osterfeine, Steffen Breitenstein aus Rüschendorf, Jan Ehrenborg aus Steinfeld, Niko Sendler aus Diepholz sowie Alex Schulze Bernd und Christina Niestert aus Sendenhorst. Denn auch im westfälischen Sendenhorst gibt es jedes Jahr einen großen Karnevalsumzug. Hier wie dort werden Rosen benötigt.

Die Macher der Maschine hoffen jetzt auf Firmen, die Teile spenden, damit ihre „Rosie“ geclont werden kann. Schließlich sollen beide Karnevalshochburgen von der vollautomatischen Rosen-Herstellung profitieren können.

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