Von den Strömungen inspiriert

Hella von Beckerath stellt im Diepholzer Rathaus aus

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Inspiriert von fließendem Wasser: Die Bassumer Künstlerin Hella von Beckerath stellt Fotografien im Diepholzer Rathaus aus. Links: Brunhild Buhre vom Verein „Kunst in der Provinz“, der die wechselnden Ausstellungen organisiert.

Diepholz - Hella von Beckerath fotografiert am liebsten Wasser. Weniger Menschen, weniger Landschaften, sondern Wasser.

Was sich zunächst unspektakulär anhört, kann doch spannende Ergebnisse zeigen, wie die Besucher im Diepholzer Rathaus seit dieser Woche sehen können.

Im Rahmen der regelmäßig wechselnden Ausstellung vor dem Bürgermeisterbüro, die vom Verein „Kunst in der Provinz“ bestückt wird, hat die Bassumer Künstlerin dort für die kommenden Wochen einige ihrer Werke platziert.

Wie abstrakte Kunst, wie Aquarellmalereien wirken einige ihrer Fotos; erst beim zweiten Hinsehen entdeckt man auch hier das von der Künstlerin bevorzugte Element. „Fließendes Wasser mit seinen Spiegelungen und Rhythmen inspiriert uns, einen neugierigen Blick darauf zu werfen und neue Welten zu entdecken“, sagte von Beckerath einmal über die Triebfeder ihrer Arbeit.

Hella von Beckerath ist gelernte Schaufenstergestalterin, nach dem Fachabitur für Gestaltung in Bremen studierte sie Grafik-Design an der FH Hannover mit dem Schwerpunkt Fotografie.

Seit 2006 lichtet sie mit Vorliebe Wasser ab. „Meine Kinder beschweren sich schon“, berichtet sie lachend, dass sie doch die Familienfotografien nicht vernachlässigen möge.

Seitdem gibt es fast jedes Jahr eine Ausstellung im Landkreis, in der ihre Werke zu sehen sind.

Sie fotografiert an heimischen Gewässern wie der Hache, dem Eschenhäuser Bach oder dem Klosterbach vor ihrer Haustür. Aber wenn sie unterwegs ist in Deutschland, so erzählt sie, dann sucht sie gezielt Flüsse und Bäche auf, verbindet dies mit Wanderungen an Quellen und Strömen und macht sich ihre ganz eigenen Bilder von den Farben, den Spiegelungen und den Reflexionen. Am heimischen Rechner bearbeitet sie diese nur ganz gering in den Kontrasten. Es entstehen Bilder, die geprägt sind von Wasserqualität, von Wind und Wetter und vom Aussehen des Ufers. Und so wird das Blatt, das auf einem eisenhaltigen Flussboden liegt, zu einer ganz eigenen Farbkombination.

„Ein spannendes Thema und interessante Arbeiten“, lobte Bürgermeister Dr. Thomas Schulze die neuen Bilder vor seiner Bürotür. 

sr

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