Reise durch Diepholz

Straßen bleiben Thema - Fachausschuss bereist Baustellen

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Beherzter Schnitt: Ausschussvorsitzender Heino Langhorst gab die erneuerte Fuß- und Radwegbrücke von der Lohnstraße in den Müntepark frei.

Diepholz - Schon nach den ersten Metern wurde es feierlich: Die Busrundreise des städtischen Ausschusses für Ordnung, Marktwesen, Straße und Verkehr am Dienstagnachmittag begann mit einer Einweihung, die ursprünglich nicht auf dem Plan gestanden hatte: Die Fuß- und Radwegbrücke zwischen der Lohnstraße und dem Müntepark ist in diesen Tagen fertiggestellt und wieder befahrbar.

Bei einer kurzen improvisierten Zeremonie gab Ausschussvorsitzender Heino Langhorst die Brücke frei, die in den vergangenen Monaten erneuert worden war. So nahm die Reisegruppe gern die Gelegenheit wahr, die nagelneue Brücke zu Fuß zu testen.

Die Rundreise war öffentlich und so gesellten sich zu den Politikern und Verwaltungsvertretern auch einige interessierte Bürger: Etwa 50 Teilnehmer machten sich auf die etwa zweieinhalbstündige Rundreise über die derzeitigen und zukünftigen Diepholzer Baustellen.

Eine Diskussion – das stellte Langhorst eingangs klar – gebe es erst in den jetzt folgenden Ausschusssitzungen. Alles andere hätte wohl auch den Rahmen gesprengt bei einem Programm, das etwa 35 Anlaufpunkte im Stadtgebiet umfasst, von Aschen im Norden bis kurz vor die Grenze von Lembruch im Süden.

Zu Fuß zu den Brückenbaustellen

Von der Lohnstraße ging es zunächst zu Fuß weiter zu weiteren laufenden Brückensanierungen im Verlauf von Vorder- und Hinterlohne und zur Straße Am Burggraben: „Diese Straße würden wir gern in die Prioritätenliste aufnehmen“, sagte die Leiterin des Stadtverwaltungs-Fachdienstes Bauen, Stefanie Becker. Besonders die Geh- und Radwege sowie die Handläufe zum Graben hin aber auch die Kanäle sind in einem schlechten Zustand.

Die Rundreise führte auch durch das Baugebiet „Brinker Ort“ in Aschen.

Quer durch den Müntepark führte die Route am Wasserspielplatz vorbei, wo die neue geplante Wegeführung zum Willenberg vorgestellt wurde. Ab hier ging es mit dem Bus weiter über das Schulzentrum in Richtung Aschen. Anlaufpunkte dort: die Arbeiten im Gewerbegebiet Flaggeweg und das Baugebiet „Brinker Ort“, hier sind nur noch zwei Grundstücke frei, die Vermarktung laufe reibungslos, sagte Becker.

Für den Bereich Dustmühle meldete sich Anwohner Enno Herbst zu Wort: „Das ist eine Rennstrecke“, meinte er mit Blick auf die Straße Dustmühle. „Der Huckel bringt gar nichts, da fahren die modernen SUV so drüber.“ Er schlug eine Einengung der Fahrbahn vor. Auch die Oberflächenentwässerung im Bereich Fingerkrautweg sprach er an und hoffte, dass seine Anregungen bei der Politik auf offene Ohren gestoßen sind: „Warten wir’s mal ab.“

Weiter ging die Reise unter anderem an der Baustelle für die geplante Feierhalle am Junkernhäuser Weg vorbei zum Bahnhof.

Für den Abriss des ehemaligen Hotel Steuding sei Ende Mai der Förderantrag auf den Weg gebracht worden, berichtete Becker. Man rechne mit einer Entscheidung deswegen Anfang 2018, sodass die Bauarbeiten für die geplanten 25 Parkplätze von Juli/August bis Ende des Jahres 2018 über die Bühne gehen könnten.

Nach einem „Schlenker“ über Sankt Hülfe wurde der Alte Groweg angesteuert. Hier liegt ein Antrag der SPD vor, der die Querung des Radweges sicherer machen soll. Mark Kürble wies allerdings eindringlich auf die enge, schwer einsehbare Straße zum Groweg hin, die seiner Meinung nach eher „entschärft“ werden sollte: „Da gibt es die Probleme.“

Ausbau der Hindenburgstraße großes Thema

„Das gehört noch alles zu Diepholz?“, fragten Mitfahrer, als es anschließend den zehn Kilometer langen „Triftweg“ ins Bruch entlangging. Auch hier steht wegen Straßenschäden über kurz oder lang wohl eine Sanierung an, eine Komplettlösung bezifferte Becker auf etwa 3,5 Millionen Euro. Doch beschlossen ist noch nichts.

Eine der größten städtischen Straßenbauprojekte in den kommenden Jahren wird der Ausbau der Hindenburgstraße sein, der in die Ausführungsplanung geht, wie Becker erläuterte. Die Sperrung der Hindenburgstraße soll auch dazu genutzt werden, die fällige Sanierung der Bahnbrücke in Angriff zu nehmen.

„Im Vorbeifahren“ nahm der Ausschuss einige Haltestelle in Augenschein, die bei der von der Verwaltung zu erstellenden Prioritätenliste für die Sanierung ganz oben landen sollen: Diemastraße, Bremer Straße und Neenstatt in Sankt Hülfe sowie Hotel Prinzhorn.

Wieder am Rathaus angelangt dankte Langhorst der „Reiseleitung“ unter Fachdienstleiterin Becker.

Verarbeitet werden die gesammelten Eindrücke nun in den kommenden Sitzungen. Schon am heutigen Donnerstag kommt der Ausschuss zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Um 16 Uhr im Rathaus.

sr

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