Amnestieregelung gilt zwölf Monate

Straffreie Abgabe von Waffen möglich

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Besitzer illegaler Waffen und Munition können diese in den kommenden zwölf Monaten straffrei bei den Behörden abgeben. 

Landkreis Diepholz - Eine neue Amnestieregelung verschafft Waffenbesitzern für die kommenden zwölf Monate die Möglichkeit, illegale Waffen straffrei abzugeben. Das teilen die Kreisverwaltung, die Gemeinden Stuhr und Weyhe sowie die Polizei Diepholz in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Hintergrund ist eine Änderung des Waffengesetzes zum 5. Juli dieses Jahres. Die Neufassung sieht unter anderem eine Straffreiheit für den Transport der illegalen Waffen und Munition auf dem direkten Weg zum Abgabeort vor. Waffen und Munition können demnach unter Vorlage eines Ausweisdokuments kostenfrei beim Landkreis Diepholz, den Gemeinden Stuhr und Weyhe oder der Polizei abgeliefert werden.

„Sollten Bedenken bestehen, werden die Waffen und Munition auch gerne von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Waffenbehörde zu Hause abgeholt“, teilen die Behörden mit. Hierfür könne telefonisch ein Termin mit der zuständigen Waffenbehörde des Wohnsitzes vereinbart werden.

Bereits in den Jahren 2003 und 2009 hatte der Gesetzgeber vergleichbare Möglichkeiten geschaffen, die laut Mitteilung stark in Anspruch genommen wurden. Denn wer außerhalb dieser Regelung bei Kontrollen der Waffenbehörde oder Polizei mit illegalen Waffen und Munition angetroffen werde, begehe eine Straftat, welche von der Staatsanwaltschaft verfolgt werde. „Neben Verstößen beim Transport von Waffen, fallen Waffenbesitzer mitunter auch in den eigenen vier Wänden bei Kontrollen auf. So werden unter anderen bei speziellen Aufbewahrungskontrollen geladene und unzureichend gelagerte Schusswaffen gefunden. Dies hat zur Folge, dass Waffen eingezogen und Erlaubnisse zum Waffenbesitz widerrufen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ältere Menschen fallen häufiger auf

In der Vergangenheit fielen demnach insbesondere ältere Menschen durch eine falsche Waffenhandhabung und -lagerung auf. Da die Gründe häufig gesundheitlicher Natur seien, fordern die Behörden ältere Waffenbesitzerinnen und Waffenbesitzer auf, selbstkritisch zu prüfen, inwiefern ein sicherer Umgang mit Waffen und Munition aus gesundheitlichen Gründen gewährleistet werden kann. Falle der Entschluss zur Abgabe der Waffe, könne dies auch in diesen Fällen kostenfrei bei der Polizei oder den zuständigen Behörden des Landkreises und der Gemeinden erfolgen. Falls noch vorhanden, sei die Waffenbesitzkarte mitzubringen.

Laut Mitteilung wurden bei der Polizei und dem Landkreis Diepholz im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 200 sowie in den Gemeinden Stuhr und Weyhe insgesamt etwa 100 waffenrechtlich relevante Gegenstände zur Vernichtung abgegeben.

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