Statt „Dixies“ dieses Mal Toiletten-Container

Appletree: Der Boden macht wieder Probleme

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Auf der großen Bühne des Appletree Garden, wo das Dach gestern noch zur Montage der Lichtanlage heruntergelassen war: Manuel Ohlemeyer (links), technischer Leiter des Festivals, und David Binnewies vom Vorstand des veranstaltenden Vereins zur Förderung der Jugendkultur.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Die beiden Bühnen sind sein Ding: Manuel Ohlemeyer hat seit vielen Jahren die technische Leitung beim Appletree Garden Festival auf Lüdersbusch. Auch dieses Mal haben der Mindener und sein Team wieder alles im Griff – wenngleich der Boden des Veranstaltungsgeländes im Diepholzer Bürgerpark Lüdersbusch wieder mal Probleme macht. Wasser versickert dort nicht oder nur sehr langsam.

Nach dem Regen der vergangenen Tage stand gestern noch Wasser an einigen Stellen vor den Bühnen. 75 Tonnen Schotter hatten die Appletree-Veranstalter – der Verein zur Förderung der Jugendkultur – anfahren lassen, dazu Sand und Rindenmulch. Durchgreifend geholfen hat das nicht – aber die „Waldbühne“ steht nun wenigstens sicher auf einem Schotterbett.

„Hoffentlich bleibt es trocken“, ist die größte Sorge von David Binnewies, der schon 2001 das erste Appletree Garden auf einer Apfelbaumwiese in seinem Heimatort Cornau veranstaltete. Eine Schlammschlacht wie im vergangenen Jahr braucht niemand wieder.

Eines der Nässe-Probleme: Durch den Schlamm konnten 2014 die Entsorgungsfahrzeuge die Dixie-Toiletten nicht erreichen, um sie zu leeren. Daraus haben die Appletree-Macher Lehren gezogen: Statt Dixies sind dieses Mal sieben Toiletten-Container mit jeweils acht Kabinen auf dem Gelände verteilt. Sie haben eigene Pumpen und können auch über mehrere hundert Meter lange Abwasserschläuche geleert werden. Hinzu kommen die bei Festivals inzwischen bekannten „Kompost-Toiletten“.

David Binnewies (l.) vom „Appletree“-Veranstalterverein und Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann (r.) bedankten sich bei Ralf Möller (2. v. r.) und seinem Mitarbeiter Mike Brand, die das Reifenservice-Gelände während des Festivals für DRK und Feuerwehr zur Verfügung stellen.

Festen Boden braucht das Deutsche Rote Kreuz (DRK), um seine Sanitätszelte aufzustellen. Diese – wie auch die Fahrzeuge der Feuerwehr – dürfen auch dieses Jahr wieder vor der Firma TGB (Technischer Gerätebau) am Nährweg 31 stehen – und das, obwohl es dort nun Kundenverkehr gibt, weil Geschäftsführer Ralf Möller seinen Betrieb im März um einen Reifenservice erweitert hatte. Die Appletree-Veranstalter und Ralf Möller einigten sich schnell auf einen Kompromiss: DRK und Feuerwehr dürfen die befestigte Freifläche nutzen, lassen aber die Zufahrt zum Reifenbetrieb frei, weil dieser auch während des Festivals seinen Kunden zur Verfügung steht. Für dieses Entgegenkommen dankte auch der Diepholzer Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann gestern dem TGB-Inhaber und dessen Mitarbeiter Mike Brand. Die Anfahrt während der Festivaltage ist über den Nährweg gesichert.

Beim „Appletree Garden“ wird es erneut einen Fahrradverleih geben. Mit den Rädern können Besucher des Festivals die Region erleben oder die Stadt zu erkunden.

Premiere wird beim diesjährigen Appletree eine mobile Aufladestation für Handy-Akkus mit „Naturstrom“ haben, die von den Stadtwerken Huntetal unterstützt wird.

Die 5000 Besucher des schon lange ausverkauften Appletree Garden Festival reisen ab Donnerstag an. Das Musikprogramm mit mehr als 30 Bands und Einzelkünstlern beginnt laut Zeitplan morgen um 17.30 Uhr mit der dänischen Gruppe „Blaue Blume“.

www.appletreegarden.de

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