Wohngemeinschaften, Tagespflege und Büroräumen für die Sozialstation im „Haus Elisabeth“

Start für neue Senioreneinrichtung

An der Von-Hünefeld-Straße in direkter Nachbarschaft zum Seniorenhaus Anna Margareta entsteht das „Haus Elisabeth“.
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An der Von-Hünefeld-Straße in direkter Nachbarschaft zum Seniorenhaus Anna Margareta entsteht das „Haus Elisabeth“.

Diepholz – Eine Lücke im Pflege-Angebot für Senioren in Diepholz schließt der Anna Margareta – Diakonischer Verein Grafschaft Diepholz. Er baut an der Von-Hünefeld-Straße das „Haus Elisabeth“ mit zwei Senioren-Wohngemeinschaften, die es bislang in der Kreisstadt noch nicht gibt. Zudem entstehen in dem Neubau drei Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ und eine Tagespflege. Die Sozialstation des Diakonischen Werkes als ambulanter Pflegedienst wird in Büroräume des Gebäudes einziehen, für das die Stadt Diepholz jetzt die Baugenehmigung erteilt hat.

Noch im September soll Baubeginn sein. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. 2022 soll das „Haus Elisabeth“ seinen Betrieb aufnehmen.

Dietmar Gerding-Reimers, Vorsitzender des Anna Margareta – Diakonischer Verein Grafschaft Diepholz, und Geschäftsführer Till Duchatsch stellten in der öffentlichen Sitzung des städtischen Ausschusses für Jugend, Familie, Sport und Soziales am Mittwochnachmittag im Rathaus das Projekt vor.

Etwa vier Millionen Euro kostet demnach das „Haus Elisabeth“. Es entsteht auf einem Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Seniorenhaus Anna Margareta, dessen Träger der Verein ebenfalls ist. Um Platz dafür zu haben, wurden vier der Senioren-Bungalows sowie ein altes Mehrfamilienhaus, das der Verein schon vor Jahren gekauft hatte, abgerissen. Die Stadt Diepholz unterstützt das Projekt über das Förderprogramm „Soziale Stadt“.

Geschäftsführer Till Duchatsch erläuterte, dass sich der Verein bewusst dagegen entschieden habe, die stationäre Pflege zu erweitern, und statt dessen andere Formen anbieten will.

Das neue Gebäude hat nach den Ausführungen des Geschäftsführers eine Wohn- und Nutzfläche von 2 000 Quadratmetern. Es umfasst zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Die beiden Wohngemeinschaften bieten jeweils Platz für zwölf Senioren, die jeweils ein Zimmer haben, den Wohnbereich gemeinsam nutzen und auch ihre Mahlzeiten gemeinsam einnehmen. „Sie müssen eine Pflegestufe haben“, erklärte Till Duchatsch. Die WGs seien für Menschen gedacht, die nicht mehr allein leben können, „aber nicht ins Pflegeheim gehören“.

Im Erdgeschoss des Hauses gibt es neben der einen Wohngemeinschaft Büros, die die Sozialstation nutzen wird. Diese ist derzeit am Postdamm untergebracht. In de ersten Etage ist die zweite WG sowie drei Senioren-Wohnungen. Das kleinere Staffelgeschoss mit Dachterrasse ist für die Tagespflege gedacht, in der 20 Gäste betreut werden können. Der Anna Margareta – Diakonischer Verein Grafschaft Diepholz kooperiert in der neuen Einrichtung mit der Sozialstation.

Duchatsch und Gerding-Reimers dankten dem Bauamt der Stadt Diepholz für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Das „Haus Elisabeth“ sei auch eine Aufwertung des Wohngebietes rund um die Von-Hünefeld-Straße.

Auf Nachfrage von Ratsmitglied Sandra Huntemann (CDU) erklärte Duchatsch, dass Bewohner der WG auch dort bleiben können, wenn sie später eine höhere Pflegestufe bekommen. Allerdings sei die Pflege ambulant und es könne auch aus finanziellen Gründen sinnvolle sein, dann über einen Umzug in die stationäre Pflege nachzudenken. Dieser Umzug sei aber nicht zwingend.

Eine bauliche Besonderheit ist lau Mitteilung des Vereins, dass das „Haus Elisabeth“ in der zurzeit höchsten Energieeffizienzklasse „KfW 40+“ errichtet wird. „Somit ist es auch eine Investition in die Zukunft für den so wichtigen Klimaschutz“, so Till Duchatsch. Der Anna Margareta – Diakonischer Verein Grafschaft Diepholz als Investor halte trotz der aktuell besonderen Lage durch Covid 19 an dem zukunftsorientierten Projekt fest.

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