Städtischer Ausschuss spricht sich für Erweiterung der Mühlenkamp-Halle aus

Vier Umkleidekabinen und ein „Multifunktionsraum“

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An der Nordseite der Mühlenkamphalle (im Bild links), dort, wo jetzt noch die weißen Garagen zu erkennen sind, soll der Anbau mit den neuen Umkleidekabinen entstehen.

Diepholz - Der Umkleidetrakt der Mühlenkamp-Halle in Diepholz soll erweitert werden. Dafür hat sich gestern Abend der städtische Ausschuss für Familie, Sport und Kultur ausgesprochen. Durch die Erweiterung werden nach Plänen der Verwaltung vier neue Umkleidekabinen geschaffen, dazu zwei Duschräume und zwei Toiletten. Auch ein etwa 66 Quadratmeter großer Multifunktionsraum ist geplant.

Der neue Trakt soll an der Nordseite des bestehenden Gebäudes angefügt werden, also dort, wo bislang der Durchgang vom Pausenhof der Mühlenkampschule zu den Sportplätzen ist.

Die Diskussion über die ungenügenden Umkleidemöglichkeiten in der Halle und um eine neues Funktionsgebäude dauert bereits seit mehreren Jahren an. Mehrere Vorschläge waren dazu schon diskutiert worden.

Gestern lag wieder ein Vorschlag der Verwaltung auf dem Tisch, der drei Vorgaben aus der Politik hatte: Einhaltung des Kostenrahmens von 500000 Euro, Bau auf städtischer Fläche, Anbau an der Nordseite.

Kurz vor der Sitzung waren nun noch Änderungswünsche aus den Reihen der Ratsmehrheit ins Programm genommen worden, unter anderem der Multifunktionsraum. „Wir halten das für realisierbar“, sagte Horst Glockzin (CDU). Die Sportler hätten auch ihr Einverständnis signalisiert.

Das abgeänderte Konzept unterstützte auch die FDP. Wilhelm Reckmann: „Wir können uns dem in großen Teilen anschließen.“ Allerdings setzte er durch, dass eine Kabine, die durch einen („Stiefel“-) Gang verkleinert werden sollte, unverändert bleibt.

Wie hoch die Kosten sind, die nun auf die Stadt zukommen, steht noch nicht im einzelnen fest. Zum einen müssen die Änderungswünsche jetzt noch „eingepreist“ werden, zum anderen ist noch offen, in welchem Maße die Stadt in den Genuss von Fördergeldern kommt. „Es wird nicht einfach werden, die 500000-Euro-Rahmen einzuhalten“, warnte Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery vor diesem Hintergrund.

Für die Finanzierung sollen Fördermittel aus dem Bereich der Sozialen Stadt eingesetzt werden, das befürwortete der Ausschuss mit großer Mehrheit.

Grünen-Vertreter Dr. Cemal Tas hatte darin eine Zweckentfremdung der Mittel gesehen. Gerhard Albers hielt dem entgegen: Der neue Multifunktionsraum könnte beispielsweise ideal von dem Boxprojekt genutzt werden, die derzeit noch in einer Mietwohnung an der Moorstraße untergebracht ist. Als „elementar wichtig“ kennzeichnete auch Heide-Anna Friedrich (CDU) diesen Raum, der drüber hinaus auch von der offenen Jugendarbeit genutzt werden könnte.

„Es ist uns signalisiert worden, dass es eine Förderung aus dem Bereich des Projekts „Soziale Stadt“ gibt, wenn der Bau den Bewohnern aus diesem Bereich zugutekommt“, erklärte Fachdienstleiter Florian Marré.

Dagmar Brinkmann (SPD) wollte nochmals aktive Sportler nach ihrer Meinung zu den Plänen befragen und beantragte eine Vertagung des Beschlusses. Dieses lehnte der Ausschuss mehrheitlich ab. Heide-Anna Friedrich (CDU) unterstrich, dass die Sportler seit Anbeginn der Planungen ständig im Boot gewesen seien, der gesamte Prozess sei immer mit der Sportgemeinschaft abgestimmt gewesen.

Bei lediglich einer Enthaltung sprach sich der Ausschuss dafür aus, dem modifizierten Verwaltungs-Vorschlag zu folgen. Das Votum muss jetzt noch vom Verwaltungsausschuss bestätigt werden. „Der Fachausschuss hat seine Arbeit gemacht“, fasste Herbert Heidemann (SPD) anschließend zusammen. Ob damit auch „die Kuh vom Eis“ sei, gelte es abzuwarten.

sr

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