Verlust bei Bädern

Stadtwerke Huntetal: 1,5 Millionen Euro Gewinn für die Kommunen

+
Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla präsentiert mit Prokuristin Pia Igelbrink ein druckfrisches Exemplar des aktuellen Geschäftsberichts vor dem neuen Gebäude der Stadtwerke an der Amelogenstraße in Diepholz, das im Herbst fertig sein soll.

Diepholz - „Kraftvoll für die Region“ unter diesem Motto steht das Geschäftsjahr 2016 und damit der jetzt vorgelegte Geschäftsbericht der Stadtwerke Huntetal. Geschäftsführer Waldemar Opalla zeigte sich sehr zufrieden mit der zweistelligen Zuwachsrate der Umsatzerlöse: „Bei einem soliden Wachstum behalten wir ein gutes Jahresergebnis immer im Auge.“

So wurde auch im letzten Jahr ein Überschuss erwirtschaftet, und das trotz zunehmender Herausforderungen durch starken Wettbewerb, sinkenden Margen und schärfer werdenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gewinn fließt an die Kommunen

„Unsere kommunalen Anteilseigner, die Stadt Diepholz, die Samtgemeinden Rehden und Barnstorf sowie die Gemeinde Wagenfeld können somit ein ordentliches Plus in ihren Haushalten verbuchen. Der Gewinn der Stadtwerke fließt nämlich zum Großteil an unsere Kommunen, und das zum Wohle aller Bürger, die hier leben.“

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 55,2 Millionen Euro um 7,2 Prozent auf 59,2 Millionen. Euro 2016. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 88,3 Millionen Euro auf 98,6 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss entwickelte sich dementsprechend von 1,1 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Dieser Gewinn wird an die Gesellschafter der Stadtwerke Huntetal – die Stadt Diepholz, den Samtgemeinden Barnstorf und Rehden sowie der Gemeinde Wagenfeld – entsprechend ihrer jeweiligen Gesellschaftsanteile ausgeschüttet.

Energieeffizienz behält hohe Priorität

Die Preise für die Erdgas-Tarife wurden 2016 gesenkt. Beim Strom konnten die Erhöhungen der staatlichen Preisbestandteile durch sinkende Preise an den Beschaffungsmärkten abgefangen werden, so die Stadtwerke. Hierfür waren neben einer erfolgreichen Einkaufsstrategie auch sinkende Preise an den Energiebörsen verantwortlich, die die Stadtwerke an ihre Kunden weitergaben.

Das Thema Energieeffizienz gewinnt weiterhin an Wichtigkeit. Das Service- und Leistungsangebot wurde deshalb verstärkt. Neu in die Produktpalette aufgenommen wurde ein Erdgas-Ökotarif. Kunden können somit nicht nur mit Ökostrom, sondern auch mit Ökogas ihren Energieverbrauch nachhaltiger gestalten.

„Wir unterstützen auch weiterhin die E-Mobilität. Neben dem Ausbau unserer eigenen E-Fahrzeugflotte gehört hierzu auch die Verbesserung der Ladeinfrastruktur durch weitere E-Ladesäulen. Zum Teil in eigener Regie, aber auch zunehmend in Kooperation mit starken Partnern wie Lloyd Shoes in Sulingen mit einer Ladesäule für E-Autos und dem E-Center Immega mit einer Pedelec-Ladestation“, erläutert Opalla das Engagement.

Erfolgreiche Geschäftsfeld-Erweiterung

Der Vertrieb von Strom, Gas und energienahen Dienstleistungen findet zunehmend auch außerhalb des Netzgebietes statt. „Die strategische Entscheidung, unseren erfolgreichen Vertrieb auch außerhalb auszubauen, trägt bereits Früchte“, so Waldemar Opalla. Die intensiven Vorbereitungen zur Eröffnung eines neuen Servicebüros in Sulingen stießen auf sehr positive Resonanz und spiegelten sich in guten Vertragsabschlüssen wider.

Die Stadtwerke-Tochter IWW Nord GmbH konnte in 2016 ihren Umsatz erneut steigern. Das kleine, aber schlagkräftige Team des Wasserlabors bietet Dienstleistungen rund um die Wasseranalytik an.

Die Stadtwerke investieren regelmäßig in den Ausbau und Modernisierung ihrer Strom-, Gas- und Wassernetze. Dies ist zum einen notwendig, um den Ausbau der regenerativen Energien zu ermöglichen, aber auch um eine Versorgungssicherheit auf jederzeit höchstem Niveau gewährleisten zu können. 2016 betrug das gesamte Investitionsvolumen der Stadtwerkegruppe etwa acht Millionen Euro.

Öffentliche Bäder erwirtschaften keine Gewinne

Die Bäder der Stadtwerke in Diepholz und Barnstorf wurden im vergangenen Jahr mit einem Betrag von etwa 450.000 Euro auf Vordermann gebracht. Die Stadtwerke: „Damit bieten sowohl die Freibäder in Barnstorf und Diepholz wie auch das Diepholzer Hallenbad Delfin weiterhin ein entscheidendes Mehr an Lebensqualität in der Region.“

Die Zahl der Bad-Besucher stieg von 153.309 auf 155.261 im Jahr 2016.

Gewinn erwirtschaften die Bäder nicht – wie die meisten vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland. Das Minus im Freibad Müntepark und dem Hallenbad in Diepholz betrug im vergangenen Jahr 700.000 Euro, im Barnstorfer Freizeitbad Hunteholz 200.000 Euro. Der Verlust konnte somit im Bäderbereich insgesamt auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Der Bau des neuen Stadtwerke-Verwaltungsgebäudes an der Amelogenstraße in Diepholz schreitet plangemäß voran. Mit Fertigstellung im Herbst dieses Jahres, werden die Kunden der Stadtwerke wieder alle Services und Leistungen unter einer Adresse erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Kaktusfeigen richtig öffnen

Kaktusfeigen richtig öffnen

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

Meistgelesene Artikel

Lkw kippt um: B69 gesperrt

Lkw kippt um: B69 gesperrt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

AfD: Erfolg vor Verwaltungsgericht

AfD: Erfolg vor Verwaltungsgericht

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Kommentare