Stadtwerke Huntetal unterstützen Kauf und Betrieb von Elektro-Fahrzeugen

„E-Mobilität ist gut für die Region“

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Der E-Mobilitätsexperte der Stadtwerke Huntetal, Lennert Alscher, mit einem elektrisch betriebenen Smart, der zum Fuhrpark des heimischen Energieversorgers gehört.

Diepholz - Von Wolfgang Zellhorst. Sie sind nahezu geräuschlos, pusten keine Abgase in die Luft und machen Spaß: Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Auch in Diepholz und Umgebung ist das Thema E-Mobilität präsent – nicht zuletzt, weil die Stadtwerke Huntetal das Thema vorantreiben.

„Konkret wurde das Thema E-Mobilität in unserem Hause im Jahr 2011, als wir eine erste Test-Ladesäule an der Amelogenstraße aufgestellt und unser erstes E-Auto gekauft haben“, berichtet Lennert Alscher, E-Mobilitätsexperte der Stadtwerke Huntetal, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Seitdem haben wir zahlreiche Pedelecs sowie weitere E-Autos angeschafft und mehrere Ladesäulen in unserem Versorgungsgebiet aufgebaut.“ Zudem gehört ein Segway zum E-Fahrzeug-Fuhrpark der Stadtwerke.

„Uns ist wichtig, dass die Bürger in unserem Versorgungsgebiet nicht nur die offensichtlichen Vorteile von E-Mobilität erkennen – wie Umweltschutz durch weniger Abgase und weniger Lärmbelästigung –, sondern dass sie auch entdecken, wie viel Spaß E-Mobilität machen kann und dass sie alltagstauglich ist“, so Alscher weiter: „Wir versuchen daher auf möglichst vielen Märkten und Veranstaltungen der Region, unsere E-Mobile vorzuführen und unsere Kunden diese testen zu lassen.“

Auch für die Gesellschafter-Kommunen der Stadtwerke soll E-Mobilität erlebbar gemacht werden. In diesem Zusammenhang nahmen die Stadtwerke seit dem Jahr 2013 an der Initiative der Bundesregierung „Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg“ teil. Im Rahmen des Projektes stellten die Stadtwerke in Diepholz, Barnstorf und Wagenfeld je eine E-Ladesäule auf und statteten die Gesellschafter mit jeweils einem Renault Kangoo beziehungsweise einem E-Smart aus.

Mit Erfolg: Die Stromautos wurden für alltagstauglich befunden und bleiben bei einigen der Gesellschafter auch über das Ende des Projektes im November 2015 hinaus im Einsatz.

Seit 2014 sind die Stadtwerke außerdem Kooperationspartner der Initiative „ladenetz.de“. In dieser Initiative haben sich verschiedene Stadtwerke zusammengeschlossen, um E-Mobilität in den Kommunen einzuführen, weiterzuentwickeln und zu fördern. Ziel ist es, eine deutschlandweit flächendeckende Lade-Infrastruktur zu schaffen, die das überregionale Laden von Elektrofahrzeugen durch ein einheitliches Abrechnungssystem ermöglicht. E-Autofahrer sind dadurch deutlich flexibler.

Stadtwerke-Kunden können mit den „Ladekarten“ der Initiative an sämtlichen Stromtankstellen, die an der Aktion teilnehmen, umsonst tanken. Alle anderen E-Autofahrer zahlen dafür eine Pauschale von 120 Euro im Jahr.

„Ladenetz.de ist ein tolles Projekt, das das Stromauto für viele bestehende und angehende E-Autofahrer attraktiv macht. Für uns ist es daher der richtige Schritt gewesen, uns der Initiative anzuschließen“, erklärte Lennert Alscher.

Und von einem weiteren Bonus können Stadtwerke-Kunden profitieren: Der regionale Energieversorger hat ein Förderprogramm für E-Autos entwickelt, bei dem Stadtwerke-Kunden beim Kauf eines E-Autos mit 1000 Euro bezuschusst werden.

Damit führen die Stadtwerke nach dem Erdgasauto-Förderprogramm bereits das zweite Förderprogramm für Fahrzeuge mit alternativen Antriebsmitteln ein.

„Wir möchten Menschen, die sich bewusst für alternative Antriebsmittel entscheiden, dadurch die Umwelt schonen und somit auch unserem Ziel, etwas zum Gemeinwohl beizutragen, in ihrem Engagement unterstützen“, sagt Lennert Alscher. „Wir selbst fahren seit nunmehr rund 15 Jahren mit Erdgas im Tank, bauen unsere E-Auto-Flotte kontinuierlich aus und freuen uns über jeden Bürger, der unsere Ansicht teilt, dass E-Mobilität gut für die Region ist.“

Die Stadtwerke Huntetal betreiben aktuell fünf eigene Ladesäulen in Diepholz (zwei), Barnstorf, Wagenfeld und Rehden. Sie verwalten zudem zwei weitere Ladestationen auf dem Betriebsgelände des Bio-Unternehmens Lebensbaum (Ulrich Walter GmbH) und vor dem Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) an der Thüringer Straße. Die Säule am ZWT gehört der Diepholzer Firma Vensys-Elektrotechnik.

Im Jahr 2015 wurden an den Ladesäulen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Huntetal etwa 3500 Kilowattstunden klimaschonender Strom „getankt“. An allen Ladesäulen der Stadtwerke tanken E-Autofahrer „Naturstrom“. Etwa 35 Ladekarten wurden an Kunden ausgegeben.

Die Stadtwerke Huntetal wollen das Thema weiter vorantreiben: „In unserer Region sind immer mehr E-Bikes und Pedelecs unterwegs. Daraufhin haben wir die erste Pedelec-Ladestation vor dem Hallenfreibad Wagenfeld aufgestellt“, erläutert Lennert Alscher. „Wir wollen möglichst viele Menschen von E-Mobilität begeistern und sie ermutigen, sich dem Thema anzunähern. Daher versuchen wir möglichst viele E-Mobilitätsfelder abzudecken und unser Angebot zu diversifizieren.“

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