Landrat: „Sichtbares Zeichen des Erfolges“

Stadtwerke Huntetal feiern Eröffnung des Verwaltungsneubaus

Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Horst Glockzin.

Diepholz - Im Jahr 1998, als der Energiemarkt liberalisiert wurde, waren viele Stadtwerke schon totgesagt worden. Doch es kam anders – zumindest für die heutigen Stadtwerke Huntetal: Der heimische Gas-, Strom- und Wasserversorger wuchs und wuchs. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 70 im Jahr 2001 auf heute 135. Und für diese gibt es nun modernste Arbeitsplätze: Die Stadtwerke weihten gestern ihr neues Verwaltungsgebäude mit Kundencenter in Diepholz ein.

In dem Neubau an der Amelogenstraße, der über eine Brücke mit der 1994 aufgestockten bisherigen Zentrale verbunden ist, begrüßte Geschäftsführer Waldemar Opalla dazu Vertreter der Gesellschafter-Kommunen Diepholz, Barnstorf, Rehden und Wagenfeld sowie von Landkreis, Institutionen und Politik. Auch „Ehemalige“ waren gekommen: Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Kramer, die früheren Geschäftsführer Kurt Brinkmeier und Fritz Busse sowie Ex-Prokurist Dieter Evers.

Sowohl die geplante Bauzeit von 20 Monaten als auch der Kostenrahmen von 3,6 Millionen Euro wurden eingehalten, freute sich Opalla – und blickte in die Geschichte der im Jahr 1903 als damaliges Gaswerk zur Produktion von Kokereigas gegründeten Stadtwerke, deren Jahresumsatz heute bei knapp 100 Millionen Euro liegt. „Ich freue mich sehr, dass der Aufsichtsrat ausdrücklich den Wachstumskurs unserer Stadtwerke nicht nur mitträgt, sondern aktiv unterstützt und das organische Wachstum der letzten Jahre jetzt durch den Neubau nach außen hin sichtbar wird. Unsere Kunden werden künftig wieder alle Ansprechpartner unter einem Dach finden.“ Während Verwaltung und Kundencenter im Neubau sind, ist mit im alten, verbundenen Gebäude nun Platz für technische Mitarbeiter.

Opalla betonte, dass die Stadtwerke Huntetal weiter auf persönlichen Kundenkontakt setzen, aber auch Internetprodukte anbieten.

1700 Quadratmeter Nutzfläche

Das neue Stadtwerkegebäude ist barrierefrei. Die 1700 Quadratmeter große Nutzfläche verteilt sich auf 22 Büros, drei Besprechungszimmer und einen Tagungsraum. Es sind 64 modern ausgestattete Plätze für Mitarbeiter entstanden und noch Reserven vorhanden. Opalla: „Wir haben für die Zukunft gebaut.“

Mit Blick in diese Zukunft sagte er, dass neben den weiterhin wichtigen persönlichen Kundenkontakten gleichzeitig die veränderte Welt der Digitalisierung als neues Geschäftsmodell begreifen und adäquate Produkte in das Portfolio aufnehmen müsse. „Wir brauchen eine noch verbesserte Innovationskultur“, meinte er.

Opalla dankte den Stadtwerke-Mitarbeitern: „Dieser Neubau hätte nicht funktioniert, wenn nicht alle mitgezogen hätten.“

Für den Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Glockzin ist das in den Neubau investierte Geld „gut angelegtes Kapital“. Das Verwaltungsgebäude mit Kundencenter sei die langfristig tragfähigste und ökonomisch sinnvollste Lösung.

Stadtwerke: Eine Konstante für Bürger

Die Stadtwerke mit ihrer Regionalität, Kundennähe, kommunaler Bindung und einem öffentlichen Auftrag seien keine Relikte aus der Vergangenheit, sondern eine Konstante für Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft in der Region, sagte Glockzin: „Neben einem großen sozialen Engagement an verschiedenen Stellen kommen die von den Stadtwerken erzielten Überschüsse den Bürgern in den Mitgliedsgemeinden zu Gute, indem sie die Haushalte der Gesellschafter entlasten.“

Als „wunderbaren Bau“ bezeichnete Landrat Cord Bockhop das neue Gebäude: „Ein sichtbares Zeichen des Erfolges!“. Die Stadtwerke seien ein echtes kommunales Unternehmen.

Günter Schultes, Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke Huntetal, sah den Neubau ebenfalls sehr positiv: „Die Mitarbeiter danken den Entscheidungsträgern, dass sie sich für die langfristige Lösung entschieden haben.“

ej

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