Opalla: Außergerichtliche Einigung möglich

Stadtwerke gehen in Berufung

Waldemar Opalla.
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Waldemar Opalla.

Diepholz – Das juristische Verfahren zwischen den Stadtwerken Huntetal und dem früheren Geschäftsführer Waldemar Opalla geht nach jetzigem Stand in die nächste Instanz. Der heimische Energieversorger will das Urteil des Landgerichts Verden, das die fristlose Kündigung Opallas für nicht rechtens erklärt hatte, nicht akzeptieren und in Berufung gehen.

Laut dem Landgerichts-Urteil läuft der Arbeitsvertrag des 60-Jährigen mit entsprechenden Zahlungen bis Ende 2024 weiter. Die vorgebrachten Gründe bewertete das Landgericht für eine fristlose Kündigung als nicht ausreichend.

„Der Aufsichtsrat hat sich zusammen mit dem Rechtsbeistand der Stadtwerke Huntetal intensiv mit der Entscheidung des Landgerichts Verden auseinandergesetzt und entschieden, in Berufung zu gehen“, teilten die Stadtwerke auf Anfrage unserer Zeitung mit. Der Aufsichtsrat, dem Politiker der vier Gesellschafterkommunen Diepholz, Barnstorf, Rehden und Wagenfeld angehören, tagte am Montagabend.

Die Stadtwerke: „Eine außergerichtliche Einigung war und ist weiterhin eine Option. Seitens der Stadtwerke Huntetal wurden bereits mehrere Angebote unterbreitet, um zum Wohle der Gesellschaft und insbesondere der Beschäftigten eine einvernehmliche Einigung zu erzielen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung erneut beschlossen, diesen Weg weiter zu beschreiten.“

Gekündigter Geschäftsführer:
„Beruhigt in die nächste Instanz“

Waldemar Opalla sieht der Berufung und dem damit verbundenen Verfahren vor dem Oberlandesgericht (OLG) Celle gelassen entgegen: „Die Kammer des Landgerichts Verden hat ein eindeutiges Urteil verkündet: Die Kündigungen waren nicht rechtmäßig. Mein Anstellungsvertrag gilt somit unverändert. Und daran hat sich auch nach der Sitzung des Aufsichtsrates von Montag nichts geändert. Meine Position ist nach wie vor sehr klar, entweder man kommt auf mich zu, was ich begrüßen würde, und es gibt ein Angebot einer außergerichtlichen Einigung, oder wir gehen zum OLG. Meine Anwälte sagen, die Urteilsbegründung sei so eindeutig, dass wir beruhigt in die nächste Instanz gehen können, wenn es die Gegenseite unbedingt wünscht.“

Das Beratungsunternehmen EY hat die Bürgermeister und den Aufsichtsrats-Vorsitzenden in diesem Verfahren bisher eng begleitet, was vermutlich sehr viel Geld eines öffentlichen Unternehmens gekostet habe, so Opalla weiter: „Man hört in Diepholz immer wieder, dass der Bürgermeister vielleicht sogar falsch beraten worden sei.“

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