Stadt muss „gemeindliches Einvernehmen“ erteilen / Bislang keine Genehmigung

Hotel-Neubau: Nach langem Stillstand nun im Ausschuss

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So soll das „Hotel Prinzhorn“ auf dem Grundstück Bahnhofstraße 26 / Prinzhornstraße 10 einmal aussehen. Bild: Architekturbüro K2 Plan

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Seit Monaten herrscht Stillstand an der Ecke Bahnhofstraße/Prinzhornstraße. Die alte Stadtbibliothek wurde abgerissen – doch vom angekündigten Hotel-Bau ist nichts zu sehen. Investor Friedrich Schilling hätte bislang auch noch nicht bauen dürfen.

Er hat nämlich noch keine Genehmigung – für den Abriss war eine solche nicht notwendig.

Erst seit etwas sechs Wochen seien die notwendigen Bauantrags-Unterlagen komplett, erklärte gestern der Diepholzer Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery auf Anfrage unserer Zeitung.

Zuvor hatte es unter anderem eine Nachbarschaftsbefragung gegeben und Auflagen des Denkmalschutzes für die Prinzhorn-Villa, die in den Hotel-Komplex mit Bistro einbezogen werden soll, mussten beachtet werden.

In der nächsten Woche beschäftigt sich der städtische Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt mit dem Bau des „Hotel Prinzhorn“. Die öffentliche Sitzung im Rathaus am Mittwoch, 30. September, beginnt um 16 Uhr.

Die Politiker müssen für das Bauvorhaben das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilen. Danach kann die Stadtverwaltung den Bau des Hotel, das nach bisherigen Plänen 24 Zimmer bekommen soll, genehmigen.

Aus den Sitzungsunterlagen geht hervor, dass die Hotel-Baumaßnahme 15 Einstellplätze für Autos erfordert. Die Stellplätze sollen auf den Nachbargrundstücken Bahnhofstraße 28, Prinzhornstraße 10, jeweils im hinteren Bereich, errichtet werden.

Die Stadtverwaltung schlägt dem Ausschuss vor, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, da keine grundsätzliche Bedenken gegen das Vorhaben bestehen.

Die unter Denkmalschutz stehende Villa hatte Heinrich Friedrich Adolf Prinzhorn, der vierte Ehrenbürger der Stadt Diepholz, im Jahr 1889 für seinen Vater gebaut und später der Stadt vermacht.

Prinzhorn wurde 1847 in Diepholz geboren und starb 1913 in Stuttgart. Er war Direktor der Continental-Gummi-Werke AG und spendete viel für den Bau von Schulen und sozialen Einrichtungen in Diepholz.

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