Stadt Diepholz baut Haus an der Maschstraße für 30 Asylbewerber um

Früheres Firmengebäude für Flüchtlinge angemietet

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Die Stadt Diepholz hat dieses frühere Firmengebäude an der Maschstraße neben dem Fliegerhorst angemietet und baut es als weitere Flüchtlingsunterkunft um.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Die Stadt Diepholz will nach der Videothek am Heldenhain ein weiteres größeres Haus für Flüchtlinge umbauen: Ein ehemaliges Firmengebäude der früheren Elastogran/BASF an der Maschstraße in direkter Nachbarschaft zur Landes-Flüchtlingseinrichtung am Fliegerhorst. Etwa 30 ihr zugewiesene Asylbewerber will die Stadt dort unterbringen.

Zurzeit leben etwa 200 Asylbewerber in Diepholz (nicht mitgezählt die bis zu 288 Menschen in der Landes-Erstaufnahmeeinrichtung am Fliegerhorst). Bis Ende März muss die Stadt laut aktueller Quote 100 weitere Flüchtlinge aufnehmen.

Bislang hatte es die Stadtverwaltung geschafft, Unterkünfte für Flüchtlinge dezentral – in einzelnen Wohnungen im gesamten Stadtgebiet – zu schaffen. Doch das ist angesichts der immer weiter steigenden Zahl nicht mehr möglich. Jetzt müssen größere Einheiten her.

Das frühere Firmen-Gebäude an der Maschstraße, das in Privateigentum ist und von der Stadt angemietet wurde, soll in etwa zwei Monaten bezugsfertig sein. Bis dahin werden die früheren Büros und Sozialräume umgebaut – insbesondere unter Brandschutz-Gesichtspunkten. Auch werden Kochmöglichkeiten geschaffen und Sanitäranlagen neu gestaltet. „Das Gebäude stand lange leer, wurde aber gut gepflegt“, erklärte Florian Marré, bei der Stadt Diepholz für die Flüchtlingsunterbringung zuständiger Fachdienstleiter, gestern gegenüber unserer Zeitung. Der Bereich, auf dem das Gebäude steht, ist von dem übrigen Firmengelände abgetrennt und hat eine eigene Zufahrt von dem an der Hunte verlaufenden Weg aus.

Die Stadt Diepholz hat laut Florian Marré zwei weitere größere Gebäude in der Innenstadt und im südlichen Stadtgebiet für die Unterbringung von Flüchtlingen gekauft beziehungsweise gemietet. Wo genau diese Gebäude sind, will die Stadt noch nicht verraten: „Zuerst wollen wir mit den Nachbarn sprechen“, sagte der Fachdienstleiter. Das hatte die Stadt auch am Heldenhain vor der Unterbringung von Flüchtlingen in der früheren Videothek so gemacht. Das Gebäude dort gehört der Stadt. Die Videothek hatte aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen und ihren Mietvertrag gekündigt.

Angesichts der weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen denkt die Stadt über Ankauf- oder Anmietung weiterer Häuser nach. „Die Belegung von Turnhallen und die Unterbringung in Zelten sind bei unseren Überlegungen ausgeschlossen“, sagte Marré.

Der Fachdienstleiter betonte zudem, wie groß und wie wichtig das ehrenamtliche Engagement von Bürgern für die Flüchtlinge ist. Allein durch hauptamtliche Mitarbeiter der Stadt sei die Arbeit trotz aller Bemühungen nicht zu schaffen.

Dazu gehören auch Sportangebote für die Asylbewerber, die ansonsten keine Beschäftigung haben und auch (zunächst) nicht arbeiten dürfen. In der Sportgemeinschaft (SG) Diepholz gibt es beispielsweise für sie die regelmäßige Möglichkeit, Volleyball zu spielen.

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