SPD-Wissenschafts-Sprecherin Silke Lesemann zu Gast an der FHWT

Studenten zeigen öfter Schwächen in Mathematik

Vor dem Bauplan der FHWT-Erweiterung der Thüringer Straße (von links): FHWT-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Plegge, Präsident Prof. Dr. Ludger Bölke, Dr. Silke Lesemann (SPD-Landtagsfraktion) und der Diepholzer SPD-Vorsitzende Ingo Estermann.
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Vor dem Bauplan der FHWT-Erweiterung der Thüringer Straße (von links): FHWT-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Plegge, Präsident Prof. Dr. Ludger Bölke, Dr. Silke Lesemann (SPD-Landtagsfraktion) und der Diepholzer SPD-Vorsitzende Ingo Estermann.

Diepholz - Bei Mathematik hakt es immer öfter. Die Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT) merkt in den vergangenen vier Jahren verstärkt, dass Studenten grundlegende Kenntnisse in diesem Fach fehlen. „Mathe-Leistungen gehen zurück“, berichtete FHWT-Präsident Prof. Dr. Ludger Bölke am Mittwoch der Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Innovation in der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen, Dr. Silke Lesemann.

Die Politikerin aus Hannover informierte sich auf Einladung des SPD-Ortsvereins Diepholz über die Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik am Standort Diepholz. Neben FHWT-Präsident Bölke waren Prof. Dr. Thomas Plegge, FHWT-Vizepräsident für Lehre und Forschung, und der Diepholzer SPD-Vorsitzende Ingo Estermann ihre Gesprächspartner.

Mit Blick auf die Mathematik-Leistungen mancher Studenten, die insbesondere in den technischen Fächer, wie sie die FHWT anbietet, sehr wichtig sind, forderte Bölke, dass im Unterricht mehr Grundlagen wie Bruchrechnung und das Umstellen von Gleichungen gelehrt und intensiv geübt werden. Das sei wichtiger als der Umfang des vermitteltene Stoffes. Mathematik-Noten in Zeugnissen seien nicht mehr aussagekräftig. Auch sprach sich Bölke gegen die Nutzung von grafikfähigen Taschenrechnern im Unterricht aus.

Insgesamt sind die Leistungen der 650 FHWT-Studenten an den Standorten Diepholz, Vechta und Oldenburg aber sehr gut. „Die Durchfaller-Quote beträgt nur 20 Prozent“, berichtete Prof. Plegge. Das sei – neben der Förderung und Betreuung in keinen Gruppen – auch dadurch bedingt, dass Firmen die Studenten, denen sie das Duale Studium an der FHWT bezahlen, vorher auswählen.

Auch überschreiten die Studenten nicht die Regelstudienzeit von sechs beziehungsweise sieben Semestern.

„Akademisches Fachwissen auf hohem Niveau – verbunden mit praktischen Fertigkeiten und sozialer Kompetenz im Unternehmensalltag“, umschreibt Prof. Bölke das Bild der FHWT-Studenten, die auch selbst mit ihrer Fachhochschule laut mehreren Rankings sehr zufrieden sind. Die beteiligten Firmen sind es offenbar auch – sonst würden nicht immer mehr ihre zukünftigen Fachkräfte dort ausbilden lassen

In dem zweistündigen Gespräch im FHWT-Gebäude an der Schlesierstraße kündigte Silke Lesemann an, dass die Landesregierung einen Fachhochschule-Entwicklungsplan in Arbeit habe, der seit den 1990er Jahren nicht neu aufgelegt worden sei.

Sie forderte die Leitung der FHWT auf, Vorschläge und Wünsche, was in diesen Plan aus Sicht einer privaten Fachhochschule eingearbeitet werde soll, schriftlich festzuhalten und ihr zukommen zu lassen.

Es geht dabei zentral um die Frage, wie der Staat privaten Einrichtungen, die – wie die FHWT – gemeinnützig und nicht gewinnorientiert sind, besser unterstützen kann. ej

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