Kontaktlos am Terminal nutzen

Kreissparkasse Diepholz führt „Mobiles Bezahlen“ ein

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Das Smartphone wird am Bezahlterminal zur Giro- oder Kreditkarte. Die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz hat das mobile Bezahlen jetzt eingeführt. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Ihr Smartphone haben viele Menschen immer dabei – zum Kommunizieren, Informieren und Fotografieren. Jetzt wird das Gerät auch zur digitalen Geldbörse. Mit der App „Mobiles Bezahlen“ können Android-Smartphones an Bezahlterminals wie eine Giro- oder eine Kreditkarte verwendet werden. Die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz hat das System zum 30. Juli eingeführt.

Die Volksbank ist in einer Erprobungsphase und spricht von einer Einführung für ihre Kunden „in absehbarer Zeit“.

Auch die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat das mobile Bezahlen noch nicht bereit: „Wir werden unseren Kunden in absehbarer Zeit sicher Möglichkeiten zum mobilen Bezahlen per Smartphone anbieten. Offen ist nur, wie: Ob in Kooperation mit Apple Pay oder Google Pay oder durch eine selbstentwickelte App werden wir im Laufe der nächsten Monate abwägen und entscheiden“, erklärte Timo Cyriacks aus der OLB-Unternehmenskommunikation auf Anfrage unserer Zeitung.

Mobiles Bezahlen ist bisher nur mit Android-Handys möglich. Mit I-Phones funktioniert es (noch) nicht, da Apple die Schnittstelle in den Geräten nicht freigegeben hat.

Kostenlos im Google-Playstore

Die App kann aus dem Google-Playstore kostenlos heruntergeladen werden. Dann können Kunden ihre Karten (Sparkassen-Girocard/Mastercard) digital hinterlegen. An der Kasse reicht es, zum Bezahlen das Handy mit aktiviertem Display (oder selbst erhöhter Sicherheitsstufe) und aktivierter NFC-Funktion (Nahfeldkommunikation) an das Kartenterminal zu halten. Bei Zahlungen bis 25 Euro muss der Kunde keine PIN eingeben. Das spart Zeit.

Das System funktioniert an allen Terminals, die ein Wellen-Symbol für die kontaktlose Kommunikation haben. Allerdings muss der Händler oder Gastronom dazu ein Software-Update eingespielt haben. „Das ist aber schon bei 90 Prozent der von uns bereitgestellt Terminals der Fall“, weiß Heinfried Melloh, Fachberater Electronic-Banking bei der Kreissparkasse.

Ludger Scheper vom medialen Vertrieb der Sparkasse, ergänzt: „Dem Kunden entstehe durch mobiles Bezahlen keine zusätzlichen Kosten.“

Jede Smartphone-Zahlung wird – wie eine herkömmlich Kartenzahlung – vom Konto des Kunden abgebucht.

Die Daten bleiben nach eigener Aussage zu jeder Zeit bei der Sparkasse und werden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft. Dies ist laut Kreissparkasse der große Datenschutz-Vorteil gegenüber einer Kooperation mit amerikanischen Bezahlsystem-Anbietern.

Mobiles Bezahlen könnte sich in der „Generation Smartphone“ durchsetzen – und nicht so ein Flop werden, wie die 1996 eingeführte Geldkarte mit aufgeladenem Guthaben. Das nutzte damals kaum jemand.

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