Sieben Bauchtanzgruppen und eine Märchenerzählerin im Hotel Castendieck

Orientalisches am Abend

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Orientalisches im Hotel Castendieck: Sieben Bauchtanzgruppen traten dort im Saal vor 140 Besuchern auf.

Sankt Hülfe - Klischees über den Orient gibt es reichlich. Träume und Märchen auch. In Sankt Hülfe räumten sieben Bauchtranzgruppen von Rahden bis Oldenburg beim ersten „Orientdinner“ zwar nicht final mit den Klischees auf, tanzten sich jedoch wunderbar ästhetisch und akrobatisch in die Herzen der Besucher.

Der ausverkaufte Abend im Hotel Castendieck bediente Augen und Gaumen. Nelly Meier hatte das Event organisier und freute sich über 140 Gäste. Aus Platzgründen waren nicht ehr möglich: „Wir hätten über 200 Gäste annehmen können“, so die Organisatorin mit Blick auf den gefüllten und geschmückten Saal.

Die Bauchtänzerinnen hatten Umziehstress, um Thai-, Säbel-, Fächer- und Schleiertanz, spanisch-arabisches Wiegen oder den Isis-Schwingen-Tanz authentisch geschmückt zu präsentieren.

Zwischen Couscous, orientalischer Suppe, Hähnchen an Zitronengras mit Reis an Rosinen und Milchreis mit Datteln und Feigen war die Bühne frei für: „Die mit dem Bauch tanzen“. Das war keine Fata Morgana, sondern auch die gleichnamige Gruppe um Nelly Meier aus Barnstorf, die in Wagenfeld regelmäßig im Gemeindehaus probt.

Passend zum Anlass gesellte sich Märchenerzählerin Brigitte Sackmaier aus Barnstorf hinzu, um den märchenhaften Erzählrahmen zu malen. Zwangsläufig fallen Ali Baba, Aladdin, der kleine Muck, Sindbad der Seefahrer oder wie die schöne Scheherezade den wilden Sultan zähmte, ein. Denn das sind Geschichten aus der Sammlung morgenländischer Erzählungen und zugleich Klassiker der Weltliteratur.

Die Tänzerinnen verkörpern in einem Akt der Selbstoffenbarung mit Körperlichkeit und ausdrucksvollen Bewegungen, viel Eleganz und Sinnlichkeit die Weiblichkeit. Vorbilder sind die Kulturkreise, die den Bauchtanz pflegen: Orient, Mittelmeerraum, Balkan und Afrika.

Heute ist der Bauchtanz in Deutschland etabliert. Während es sich hierbei in den 90er Jahren noch um eine Nischensportart handelte, gehen heutige Schätzungen von rund 60000 Tänzerinnen aus, die den orientalischen Tanz in all seiner exotischen Schönheit betreiben.

Einen Film gibt es übrigens auch mit dem Titel „Die mit dem Bauch tanzen“. Ein Erstlingswerk von Carolin Genreith, in dem sie eine Geschichte erzählt über die Lust am Leben, Schwierigkeiten der Wechseljahre und über die Kunst, die Angst vor dem Alter mit einem gekonnten Hüftschwung in die Flucht zu schlagen.

sbb

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