Schutz der eigenen Kräfte vor Sprengsätzen

Diepholzer Soldaten nach Afghanistan verabschiedet

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Kampfmittelbeseitigungsfachpersonal der Bundeswehr aus Diepholz ist in den kommenden Monaten erneut in Afghanistan im Einsatz. Jetzt wurden die Soldaten auf dem Diepholzer Fliegerhorst verabschiedet.

Diepholz - Auf dem Diepholzer Fliegerhorst sind erneut Soldaten in den Einsatz nach Afghanistan verabschiedet worden. Der Kommandeur des Objektschutzregimentes der Luftwaffe „Friesland“, Oberst Oliver Walter, der Kommandeur des II./Objektschutzbataillons der Luftwaffe, Oberstleutnant Jürgen Hartmann, sowie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Diepholz, Gerhard Albers, verabschiedeten mehrere Kampfmittelbeseitiger aus Diepholz.

Die vier Soldaten treten in Kürze ihren viermonatigen Auslandseinsatz in Mazar-e-Sharif im Rahmen der Operation „Resolute Support“ an und lösen damit ihre Kameraden ab, die im vergangenen November auf dem Fliegerhorst in den Einsatz verabschiedet worden waren.

Zu den Aufgaben der Kampfmittelbeseitiger im Einsatzland gehört laut Bundeswehr-Mitteilung der Schutz der eigenen Soldaten vor Sprengsätzen, aber auch die Ausbildung der örtlichen afghanischen Sicherheitsbehörden. Die Kampfmittelbeseitiger aus Diepholz waren schon von 2006 bis 2014 durchgehend in Afghanistan im Rahmen der International Afghanistan Assistance Force (ISAF) im Einsatz und wurden dann von Soldaten des Heeres abgelöst. Nun sind ihre Fähigkeiten wieder gefordert.

Dass die Abstellungen von Soldaten in die Einsätze für das Objektschutzregiment der Luftwaffe allgegenwärtig und regelmäßig wiederkehrende Ereignisse sind, machte der Regimentskommandeur vor den angetretenen Soldaten deutlich. Von der Professionalität hatte er sich eine Woche zuvor überzeugen dürfen.

Würdigung des besonderen Einsatzes

In seiner Ansprache würdigte der stellvertretende Bürgermeister den besonderen Einsatz der Soldaten für die Gemeinschaft und drückte die tiefe Verbundenheit der Stadt mit „ihren“ Soldaten aus. „Der Mehrheit der Bürger ist bewusst, dass Friede und Freiheit sind nicht selbstverständlich und immer wieder verteidigt werden müssen. Der bloße Wunsch, in Frieden und Freiheit ein selbstbestimmten Leben führen zu dürfen, reicht oftmals nicht aus. Deshalb sind wir, bin ich froh, dass Sie sich persönlich für die Freiheit Deutschland und seiner Bürger einsetzen“, so Albers in seiner Rede.

Im Anschluss übergab Oberst Walter im Namen des katholischen Militärpfarrers den vier Soldaten einen Schutzengel, der diese in Ihrem Einsatz beschützen soll. Albers überreichte eine Diepholzer Flagge, die die Verbundenheit der Stadt mit ihren Soldaten, den Soldaten des zweiten Bataillons des Objektschutzregimentes der Luftwaffe, zeigen soll und dann im Feldlager wehen wird.

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