Entlassungsfeier der Graf-Friedrich-Schule

Schüler sind wie bunte Luftballons

Die 86 Abiturienten der Graf-Friedrich-Schule 2016 mit ihrem Koordinator Stefan Rolfes. - Foto: Foto Pescht

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Schüler sind wie Luftballons. Manche sind aufgeblasen, andere sehr dünnhäutig oder verlieren Luft– insgesamt sind sie sehr bunt. 86 „Luftballons“ des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) konnten am Sonnabend davonschweben: Die Abiturienten des Jahrgangs 2016 wurden im Theater feierlich entlassen. Dabei zeigte GFS-Chef Lars Buse wieder, dass er ein Schulleiter mit Herz und „Herzblut“ ist.

In seiner teils emotionalen Ansprache wählte er das Bild „Luftballons“ und hatte auch vier Exemplare in den GFS-Farben dabei, die er am Rednerpult befestigte. Im Vorfeld hatte Buse die Fünftklässler der GFS gebeten, im Kunstunterricht für jeden Abiturienten einen Luftballon mit einer Aussage zu malen. Diese sehr unterschiedlichen aber alle bunten Bilder wurden zusammen mit den Abiturzeugnissen überreicht.

„Noch mehr Bildung wäre arrogant“, hatte Celine auf ihr Luftballon-Abi-Bild geschrieben. Auch andere Sprüche auf Bildern, die Buse an der Leinwand zeigte, verursachten Lacher, aber auch manches Nachdenken bei den Teilnehmern der Entlassungsfeier. „Traut Euch etwas zu“, forderte Lars Buse die Abiturienten auf. 17 der 86 hatte übrigens in ihrer Durchschnittsnote eine Eins vor dem Komma.

Zu Beginn der zweistündigen Feier hatte die stellvertretende GFS-Leiterin Uta Wielage die Gäste begrüßt – neben den Abiturienten, ihren Familien und Freunden unter anderem den Vizepräsidenten des Niedersächsischen Landtages, Karl-Heinz Klare, Vertreter anderer Schulen, ehemalige GFS-Lehrer und die Ex-Schulleiter Werner Zeeb und Hartmut Schmidt.

Stellvertretender Landrat Werner Schneider gratulierte den Abiturienten im Namen des Landkreises Diepholz und ließ die Zuhörer sich vorstellen, wie es wäre, wenn das Leben rückwärts verlaufen würde – vom Tod zur Geburt.

„Abi Vegas – um jeden Punkt gepokert“ war das Motto des GFS-Jahrgangs 2016. Dieses griff Bianka Heemann als Schulelternratsvorsitzende in ihrem Grußwort auf und verglich die Schullaufbahn mit einem Spielcasino.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze rief die Abiturienten dazu auf, nun Neuland zu entdecken und dabei auch Risiken einzugehen.

Unterhaltsam und mit viel Ironie gespickt war die Ansprach der Schülersprecherinnen Katharina Esser und Mieke Marten. Auch sie griffen das Abi-Motto „Vegas“ auf. Nicht nur im Casino, auch im Unterricht sei ein Pokerface wichtig. Der Tipp der beiden für nachfolgende Schüler: „Nicht lächeln, sonst ist man sofort dran!“ Die Schülervertreter wiesen darauf hin, dass der jetzt verabschiedete Jahrgang in Klasse fünf mit 158 Schülern begonnen hatte. Der Dank der Abiturienten galt auch ihrem Koordinator Stefan Rolfes.

Die Band „Neuland“ gestaltete den Entlassungsfeier der GFS mit und wurde zudem mit dem Preis des Schulleiters und dem Preis der Stadt Diepholz ausgezeichnet. - Foto: Jansen

Einen großen Anteil am Gelingen der Entlassungsfeier hatte die Abi-Band „Neuland“. Diese Band hat die GFS schon lange auch außerhalb der Schule modern-musikalisch präsentiert. Für ihr Engagement in „Neuland“ wurden die Abiturienten Benjamin Engel, Michel Lorenz, Rahel Meyer, Freya Müller und Alexandrea Scharmacher ausgezeichnet. Sie bekamen zusammen den „Preis des Schulleiters“ und den „Preis der Stadt Diepholz“ für besondere Leistungen von Lars Buse und Bürgermeister Dr. Thomas Schulze überreicht. Zur Band gehören noch die Elftklässler Benedikt Barth, Noah Scheller und Marten Buns.

Als bester Abiturient mit der Note 1,0 bekam Michel Lorenz die Weiterbildungsprämie der Kreissparkasse von Martin Waldemair überreicht.

Für besondere Leistungen wurden zudem ausgezeichnet: Sarah Keppler (Mathematik), Niklas Bollhorst, Michele Lorenz, Constantin Gaehler, Chio Ge (alle Physik), Anna Schupp (Physik, Chemie und Latein), Rahel Meyer und Freyja Müller (beide Musik – sie zeigten bei der Feier auch ihn Können vierhändig am Flügel), Christina Brüning (evangelische Religion), Aron Mackenstedt (Geschichte und Englisch), Bahar Savga, Chio Ge und Yara Taha (alle Englisch), Freya Müller, Lea Overbecke und Klaudia Rape (alle Französisch) sowie Rika Ufferhardt, die zusammen mit Anna Schupp beim Wettbewerb des Niedersächsichen Altphilologenverbandes erfolgreich war.

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