Michael Vetter zu Gast beim Neujahrsempfang der Schützenkorps-Senioren

„Schönes Gefühl in Diepholz zu sein“

Michael Vetter war Gastredner beim Neujahrsempfang. Über seinen Besuch freuten sich Kommandeur Karsten Brüning (l.), Seniorenbeauftragter Frank Sander (2.v.r.) und Schützenkönig Christian Lutschan (r.). Foto: Ripking

Diepholz - Von Jannick Ripking. „Ich möchte Sie mitnehmen auf eine Reise in die digitale Welt“, versprach Generalleutnant Michael Vetter den Senioren des Schützenkorps Diepholz. Der Seniorenbeauftragte Frank Sander hatte ihn zum zweiten Mal als Gastredner für den Neujahrsempfang der Schützen-Senioren gewinnen können. Dieses Mal trafen sich die Senioren beim Gasthaus Laker-Wiele

In seinem Vortrag „Die Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum“ erzählte Vetter von Gefahren, die die globale Vernetzung mit sich bringt und über die Aufgaben und Verantwortungen der Bundeswehr innerhalb der digitalen Welt.

Frank Sander freute sich über den prominenten Besuch: „Es ist uns eine Ehre, heute so einen Gastredner bei uns zu haben. Michael Vetter ist einer der höchsten in der Bundeswehr.“ Als Abteilungsleiter Cyber- und Informationstechnik (CIT) gehört er dem Bundesverteidigungsministerium an. Nur der Dienstgrad General steht über dem von Vetter.

„Es ist immer ein schönes Gefühl in Diepholz zu sein“, sagte Vetter, der eine berufliche Diepholzer Vergangenheit hat. Von 2005 bis 2007 war er Standortältester und Kommandeur des Luftwaffeninstandhaltungsregiments 2 auf dem Fliegerhorst der Kreisstadt. Auch Privat ist er Diepholz verbunden geblieben, noch heute lebt er mit seiner Frau im Ortsteil Aschen.

Seit 2015 sei der Cyber- und Informationsraum eine militärische Dimension – neben den bekannteren Dimensionen Heer, Luftwaffe und Marine. „Ohne IT geht´s nicht mehr“, stellte der 58-Jährige klar. „Es gibt auf der Welt 50 Milliarden verbundene Geräte.“ Das ist mehr als es Menschen auf diesem Planeten gibt.

Allerdings biete die Digitalisierung eine Vielzahl neuer Angriffsflächen. Als Beispiel nannte er Smart-Home-Systeme. „Es ist zwar schön, dass es so etwas gibt, aber es ist nicht immer sicher“, sagte er. Cyberangriffe, die Verbreitung von Fake News sorgen für politische Destabilisierung, so Vetter. Um so etwas zu verhindern oder in Grenzen zu halten, habe die Bundeswehr „Fähigkeiten aktiv und offensiv zu werden“, erklärte Michael Vetter. So könne die CIT beispielsweise in gegnerische Netzwerke eindringen, sich dadurch Informationen beschaffen, diese aber auch – wenn nötig – vernichten.

Die Bundeswehr könne auch ganze Handynetze für eine geraume Zeit deaktivieren, um Gefahrenquellen so gering wie möglich zu halten.

Mit den Worten „Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt“ beendete Vetter seinen Vortrag. Frank Sander bedankte sich für die Zeit, die der Generalleutnant dem Schützenkorps geschenkt hat.

Neben Vetter waren schon Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann, Stadtbrandmeister Frank Schötz und Bürgermeister Florian Marré Redner beim Neujahrsempfang.

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