Grundschule Sankt Hülfe/Heede: Leiterin Ursula Gels verabschiedet sich

Schlusspfiff in der Schul-Arena

Sie hätten gern eine „Verlängerung“ gehabt, aber Schulleiterin Ursula Gels (mit Blumen) – hier im Kreise von derzeitigen und ehemaligen Kollegen, von Elternvertretern und vom Schulförderverein – war dann doch nicht zu überreden. - Foto: Reckmann

Sankt Hülfe/Heede - Von Sven Reckmann. Es geht wenig ohne Fußball in diesen Tagen: Als sich Schulleiterin Ursula Gels gestern von „ihrer“ Grundschule Sankt Hülfe/Heede verabschiedete, da wurden ihre Qualitäten als Teamchefin gelobt, da ging es ums Zusammenspiel im Kollegium, um ein Auswärtsspiel in Rehden und eine mögliche Verlängerung. Die EM lässt grüßen.

Im Kreise von Kollegen, ehemaligen Mitstreitern, von Vertretern des Schulelternrates und des Schulfördervereins sowie des Schulträgers feierte Gels gestern Mittag ihren Abschied nach mehr als vier Jahrzehnten Schuldienst.

Ihre Schullaufbahn begann sie 1974 mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Kunst, schon ziemlich früh, nämlich 1975, führte sie ihr Weg an die Grundschule Sankt Hülfe/Heede, wo die 63-Jährige mit einer Unterbrechung auch fast durchgehend tätig war. Gestern war ihr „letzter Schultag“.

Ihre Abschiedsworte im Namen des Personalrats hielt Claudia Klenke, die auch kommissarisch die Schulleitung übernehmen wird, ganz im Zeichen des runden Leders. Als Teamchef habe Gels mit Fleiß und Durchsetzungsvermögen, mit Innovationsfähigkeit und Herz und Verstand die Mannschaft geführt. „Das Zusammenspiel der Mannschaft von Schulleiter und Lehrern zum Wohle der Schüler hat sehr gut geklappt.“ Nach einem „Auswärtsspiel“ in Rehden vor vier Jahren sei sie glücklicherweise nach Sankt Hülfe zurückgekehrt. „Nun hat die Schlussphase der Schulzeit begonnen, und wir hätten alle gern eine Verlängerung gehabt“, formulierte es Klenke. Doch die gibt es nicht, die dritte Halbzeit – um im Bild zu bleiben – feiert Ursula Gels außerhalb der Schularena.

„Ich habe keine großen Pläne und werde es genießen, jetzt selbst über meine Zeit entscheiden zu können“, freute sich Ursula Gels auf den neuen Abschnitt, der vor ihr liegt. Nur eines ist bislang geplant: Ein Tour mit dem Rad durch Kuba. Auch wolle sie mehr Zeit mit der Familie verbringen, meinte sie mit Blick auf Ehemann Helmut und Sohn Gunnar, der für die Feierstunde kurzfristig aus Berlin „eingeflogen“ war.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze dankte seitens der Stadt für den Einsatz von Ursula Gels, der eine lange Geschichte seit 1976 gehabt habe. Nach einem sechsjährigen Zwischenspiel an der Grundschule in Rehden kam sie vor vier Jahren als Schulleiterin nach Sankt Hülfe zurück. „Ich kann verstehen, dass Sie gern wiedergekommen sind“, meinte Schulze.

Die Schule habe sich gut entwickelt, genieße eine hohe Anerkennung in der Stadt, und das sei nicht zuletzt auch ein Verdienst der Leitung, die der Einrichtung ein Gesicht gebe.

Der Bürgermeister hatte der scheidenden Leiterin eine Rose in Diepholz-Farben mitgebracht und einen Umschlag, „damit die Rose nicht allein bleibt“.

Dankesworte kamen auch von Heedes Ortsvorsteher Werner Scharrelmann, der auch im Namen des Sankt Hülfer Ortsvorstehers Marcel Scharrelmann der Schulleiterin für ihr Wirken dankte, dafür, dass sie „die Kinder auf den richtigen Weg“ gebracht habe. Weitere Dankesworte sprachen Pastor Stephan Winter im Namen des Schulelternvorstandes und Sabine Bischoff für den Schulförderverein.

Zum „Schlusspfiff“ gab es einen Abschluss-Boogie vom Kollegiums-Chor mit persönlichem Text auf die scheidende Chefin.

„Wenn ich auf die vielen Jahre zurückblicke, bin ich froh, sie erlebt zu haben“, blickte die Neu-Ruheständlerin auf ihr Berufsleben zurück. Sie dankte Kollegen, Elternvertretern und allen Unterstützern der Schule.

„Bleibt alle so engagiert. Es gibt wenige Schulen, in denen man sich so viele Gedanken macht und sich so um die Schüler kümmert.“

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