Um 1660 gebaut / Ab Ostermontag zu besichtigen / Dritte Museumsnacht

Schlossturm-Treppe nun im Aschener Heimatmuseum

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Die um 1660 gebaute Treppe aus dem Diepholzer Schlossturm ist jetzt im Heimatmuseum Aschen zu sehen – wie Willi Sillmann, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Aschen, zeigt.

Diepholz/Aschen - Von Eberhard Jansen. Die Treppe ist aus Eichenholz und ziemlich alt. Zwischen 1660 und 1663 muss sie entstanden sein. Damals wurde der Diepholzer Schlossturm nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) wieder aufgebaut.

Auf diese Zeit deutet auch die Arbeitsweise der Tischler beim Bau der Treppe hin. Bei der Sanierung des Diepholzer Schlossturmes im vergangenen Jahr wurde die Treppe durch eine neue, leichter zu begehende ersetzt. Jetzt ist die alte im Heimatmuseum Aschen ausgestellt.

Heimatmuseum erhält Treppe als Dauerleihgabe

Der Diepholzer Heimatvereins-Vorsitzende Richard W. Bitter hat die Treppe gerettet, die in der sechsten Ebene des Turmes einer von zwei Treppenläufen mit Zwischenpodest installiert war. Sie verband den Fachwerkaufsatz mit der Ebene sieben in der barocken Turmhaube. Der Tischler wollte die alte Treppe zersägen, um sie leichter aus dem Turm transportieren zu können, berichtet Bitter. Das bekam der Heimatvereinsvorsitzende mit und verhinderte es.

Jetzt hat der Heimatverein Diepholz den Aschener Heimatfreunden die Treppe als Dauerleihgabe für das Heimatmuseum übergeben, das am Ostermontag wieder zur neuen Saison öffnet. Neben der Treppe steht im Museum die erste Kutsche, mit der der Diepholzer Grafen-Darsteller Georg Türke anlässlich der „Grafensonntage“ durch die Kreisstadt fuhr. Die Kutsche entspricht nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen – zum Beispiel in der Bremstechnik.

Museums will am Ostersonntag in bestem Glanz erstrahlen

Als weiteres Diepholzer Ausstellungsstück ist in Aschen ein gut zwei Meter hohes Modell des Schlossturms zu sehen, das der Männergesangverein Diepholz aus Anlass der Diepholzer 600-Jahr-Feier 1980 gebaut hatte.

Während sich das Aschener Heimatmuseum ab Ostersonntag wieder frisch geputzt den Besuchern präsentiert (an dem Saison-Eröffnungstag auch mit einer Kaffeetafel), liegen die Museumspläne des Heimatvereins Diepholz noch zwangsläufig auf Eis. Bekanntlich verbietet ein Brandschutzkonzept, dass mehr als zwei Menschen gleichzeitig den sanierten Diepholzer Schlossturm betreten dürfen, den der Heimatverein als Museum neu gestalten will. „Ich habe keine neue Kenntnis“, sagte Vorsitzender Richard W. Bitter über den Verlauf der Gespräche, die die Stadt Diepholz als Pächter des Turms mit Vertretern des Landes Niedersachsen führt, dem das Schloss gehört.

Die Diepholzer Feuerwehr betont übrigens, dass sie nicht für das Brandschutz-Konzept verantwortlich ist.

Ob es bis zum 14. Oktober eine Lösung gibt, ist offen. Dann soll die dritte „Diepholzer Museumsnacht“ stattfinden. Der Heimatverein Diepholz will an diesem Vorabend des Diepholzer Grafensonntags ein Programm präsentieren, für das Zelte im Schlosshof aufgebaut werden, teilte Bitter mit.

An der Museumsnacht sind auch wieder das Heimatmuseum Aschen und das Technikmuseum Heede beteiligt.

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