Hightech-Konzept aus Diepholz

Auf Schlankheitskur: Studenten tüfteln an superleichtem Rennwagen

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Hinter dem Rennwagen aus dem vergangenen Jahr (v.l.): Till-Timon Thiry, Christian Karohs, Fabian Otte und Jannes Gerdes.

Immer leichter, immer besser - das ist das Ziel von drei Studenten der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz. Sie entwickeln einen superleichten Rennwagen - neben ihren eigentlichen Aufgaben und hochmotiviert.

Diepholz - Von Luka Spahr. „Letztes Jahr waren wir sehr schwer“, erklärt das Trio den Zuhörern. Was für viele nach dem Abschluss einer erfolgreichen Diät klingt, ist für die Jungs vom Verein Deefholt Dynamics ein ganz besonderer Ansporn. Insgesamt 295 Kilogramm brachte ihr Rennwagen im vergangenen Jahr auf die Waage. Jetzt wollen die Studenten der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz den Boliden nicht nur rund 85 Kilogramm leichter bauen, sondern dazu auch noch die Leistung steigern. Klingt nach einer unlösbaren Aufgabe?

Till-Timon Thiry (Gesamtleitung), Fabian Otte (Technische Leitung Elektrik) und Jannes Gerdes (Technische Leitung Mechanik) sind da zuversichtlich. Kürzlich luden sie und ihre 48 Teamkollegen zum Racing Breakfast ins Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) gegenüber der PHWT. Interessierten, Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Sponsoren erklärten sie stolz ihr Konzept für einen neuen Elektro-Flitzer. Jedes Jahr stellen sich die PHWT-Studenten der Herausforderung des Wettkampfs „Formula Student“. Das ist ein weltweiter Konstruktionswettbewerb, in dem junge Ingenieure und Techniker versuchen, die schnellsten und gleichzeitig effizientesten Flitzer – sowohl mit Elektromotoren als auch mit Verbrennungsmotoren – herzustellen.

Arbeit am Rennboliden kommt oben drauf

Die Mitglieder des stets wechselnden Teams von Deefholt Dynamics würden in der Wettbewerbs-Saison von Januar bis August jeweils rund 40 Wochenstunden für die Konstruktion des Rennboliden investieren, so die drei Teamleiter. Zusätzlich zu den Vorlesungen und Prüfungen, die sie als Studenten ohnehin schon besuchen müssen, wohlgemerkt. Da blieben Wochenenddienste und Nachtschichten nicht aus. Dennoch sei die Stimmung im Team sehr gut, so Thiry. „Die Leute, die im Projekt sind, wissen, was dieses bedeutet“, fügt sein Kollege Christian Karohs hinzu, der für das Sponsoring und die Vermarktung des Projektes zuständig ist.

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„Was dieses bedeutet“, hat sich nicht nur im vergangenen Jahr gezeigt, als es das vorige Team zu Wettkämpfen nach Holland und Hockenheim zog. Nachdem sich die aktuelle Kohorte bei einem Vorab-Quiz erneut für den Wettbewerb qualifiziert hat, geht es dieses Jahr mit ihrem Rennwagen nach Spanien und Ungarn. In ihrer Gruppe der Elektrowagen stoßen sie dann auf 39 Konkurrenten. Der Wettkampf ist dabei kein klassischer Wettkampf à la Formel 1. Vielmehr geht es in verschiedensten Rubriken um Faktoren wie Leistung, Konstruktion, Fahreigenschaften oder auch Design.

Motivation ungebrochen

Dass die Studenten zunächst nur ein Konzept und keinen fertigen Wagen vorstellten, bremste ihre Motivation nicht im geringsten aus. Vielmehr ist sie gestiegen. In den kommenden Monaten sollen die Bauteile von den zwölf einzelnen Baugruppen des Teams hergestellt und montiert werden.

Am 4. Juni schließlich gibt es dann das große „Roll-Out“, bei dem das fertige Fahrzeug in Diepholz präsentiert werden soll.

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