5000 Setzlinge bilden den Grundstock in Falkenhardt / 900 Pflanzer

Schilderwald wird Schulwald

Fleißige Pflanzer auf dem ehemaligen Maisacker in Falkenhardt.  Foto: Fricke

Diepholz  Mancher Autofahrer wundert sich über den „Schilderwald“ auf einem Feld an der B69 in Falkenhardt. Hier wächst ein Schulwald heran. Die Idee dahinter ist einfach: In Zeiten des Klimawandels und stetig steigender CO2-Erzeugung werden Grünflächen, Pflanzen und Wälder immer wichtiger. Nur durch sie kann das Klima auf der Erde bestehen bleiben, nur so wird unser Lebensraum erhalten.

Die niedersächsische Stiftung „Zukunft Wald“ hat sich genau das als Ziel gesetzt. Mit dem Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel – Schulwälder für Generationen“ möchte sie zusammen mit Schulen landesweit für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sorgen.

„Wir müssen die Natur Natur sein lassen“, so Franz Hüsing, Direktor der Stiftung. Gemeinsam mit drei Förstern des niedersächsischen Landesforsts betreute er die Umsetzung seines Projektes in Diepholz. Hier – auf einem ehemaligen Maisfeld an der Hunte – soll in den nächsten Jahren ein Schulwald für die Graf-Friedrich-Schule (GFS) entstehen. „Dabei soll die ganze Schule mitmachen, vor allem die Schüler“. Gesagt, getan. Insgesamt etwa 900 Schüler aus den Klassen 5 bis 10 des Gymnasiums sowie drei Realschulklassen pflanzten jetzt – wie schon kurz berichtet – fast 5000 Setzlinge. Immer klassenweise arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mehrere Tage lang auf dem noch recht kargen Feld und pflanzten kleine Eichen, Hainbuchen, Roterlen, Traubenkirschen und verschiedenste anderer Baumarten. Dabei zeigten sie viel Freude und Elan beim Anlegen ihres ganz persönlichen Waldes.

Das Projekt der Stiftung „Zukunft Wald“ besteht bereits seit 2011, dem „Internationalen Jahr der Wälder“. Gemäß dem Motto „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume!“ will es aktiv gegen den Klimawandel vorgehen. Dabei arbeitet die Stiftung Hand in Hand mit Schulen zusammen, um den Schülern eine Möglichkeit zu geben, ihren persönlichen Beitrag für die Umwelt zu leisten und einen eigenen Wald gedeihen zu sehen. Darüber hinaus finden sie währenddessen zueinander und bemühen sich gemeinsam für die Natur. „Der soziale Aspekt des Projektes ist unverzichtbar“, sagte Franz Hüsing bei der Pflanzaktion. Ein Konzept mit Erfolg: Bereits 45 Schulwaldstandorte gibt es in Niedersachsen, beinahe 50000 Schüler haben bereits Bäume gepflanzt. Das Ziel, so Hüsing, seien mindestens 100 Schulwälder. Dabei kommen auf die Schulen keinerlei Kosten zu, das gemeinnützige Projekt der Stiftung finanziert sich ausschließlich durch Fördergelder.

Vor etwa einem Jahr begann die Planungsphase für das Projekt in Diepholz. Vom Landkreis wurde das Grundstück an der Hunte zur Verfügung gestellt; den Rest erledigen die Schüler und Lehrer unter fachmännischer Unterstützung und Beratung.

Und so erfreut sich das Projekt auch in Diepholz großer Freude und zahlreichen Engagierten, die sich für ihren Schulwald und somit die Umwelt einsetzen. „Es ist wirklich schön, ein solches Projekt mitzuerleben“, fand Robert Heuer. Als ehemaliger Schüler der Graf-Friedrich-Schule, der vor 50 Jahren in Diepholz sein Abitur machte, legte auch er besonderen Wert auf das Vorhaben der Stiftung und ließ es sich nicht nehmen, seinen eigenen, persönlichen Baum zu pflanzen.

Die Pflanzaktion bildete die erste von zwei Phasen des Projektes. Im Herbst sollen weitere Bäume auf dem Grundstück gepflanzt werden, dann aber von den elften und zwölften Klassen.

Weitere Informationen zur Stiftung „Zukunft Wald“ und dem Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ finden sich auf www.zukunftwald.de. Unter www.gfs-umweltausschuss.de finden sich außerdem Bilder und Informationen zum Diepholzer Schulwald der GFS.  ef

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