Schafe in Aschen gerissen

Jäger: „Das war der Wolf“

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Vor rund zehn Tagen von einer Wildkamera in der Lindloge eingefangen: Aschener Jäger sind sich sicher, dass es ein Wolf ist.

Aschen - „Das war der Wolf!“ Da ist sich Wilhelm Milbe, Jäger und Pächter der Jagd Aschen II, ganz sicher. Spuren und Vorgehensweise – Biss in Kehle, Nacken oder Hinterteil – deuteten ganz klar auf das Raubtier hin, das am Wochenende in der Lindloge Nähe Staatsforst auf einer Streuobstwiese mit grasenden Heidschnucken zwei Tiere riss und ein weiteres schwer verletzte.

Eine vierte Schnucke muss es auch noch erwischt haben. Sie hinkte jedenfalls über die Wiese. Die toten beziehungsweise verletzten Schafe, die hier als „lebende Rasenmäher“ für den Naturschutz im Einsatz sind, hatte ein Nachbar entdeckt, der selbst Schafe hält. Die Wiese ist vom Eigentümer, dem „Städtequartett“, in dem Damme, Lohne, Vechta und Diepholz zusammenarbeiten, unterverpachtet worden.

Der ehrenamtliche Wolfsberater Dr. Marcel Holy war vor Ort, um DNA-Proben zu nehmen. Sie werden heute ans Wolfsbüro in Hannover geschickt und sollen Aufschluss darüber geben, ob hier wirklich ein Wolf aktiv war. Der Verdacht liegt nahe. „Die an den toten Schafen festgestellten Spuren deuten auf einen Wolf als Verursacher hin,“ so der Experte. Über die Schwere der Verletzungen an zwei Schafen könne er nichts sagen. Er habe aber angeraten, das durch einen Tierarzt untersuchen zu lassen.

Dass dieses unter Naturschutz stehende Tier hier längst seinen Einzug gehalten hat, beweisen Fotos, die vor zehn Tagen von einer so genannten Wildkamera im Bereich Lindloge/Untermoor aufgenommen wurden, da sind sich die Aschener Jäger sicher. Außerdem wurden frische Pfotenabdrücke gefunden, die ebenfalls dokumentiert wurden.

Die Jäger empfehlen, dass Spaziergänger ihre Hunde in der Lindloge/Staatsforst anleinen sollten.

rdu

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