Riss hinter „wolfssicherem“ Zaun

Schaf auf einer Weide in Aschen getötet

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Ein Schaf, das auf einer Wiese in Aschen mit vermeintlich „wolfssicherer“ Umzäunung gerissen worden war, wurde von Wolfberater Dr. Marcel Holy untersucht. 

Aschen - Auch ein 1,30 Meter hoher Elektrozaun hat die Schafe von Peter Mundin in Aschen am Kanalweg nicht gänzlich vor einem Eindringling schützen können. In der Nacht zu Dienstag hatte es ein Raubtier – vermutlich ein Wolf – auf seine Herde abgesehen und riss eines seiner insgesamt sieben Friesischen Milchschafe.

Für Mundin war dies der zweite Vorfall innerhalb von zwei Jahren. Im Oktober 2016 hatte ein Wolf eines seiner Tiere gerissen, woraufhin sich der Hobby-Schäfer entschied, einen elektrischen Wolfschutzzaun rund um sein Grundstück zu errichten. Laut Richtlinie des Niedersächsischem Umweltministeriums muss ein solcher Zaun mindestens 90 Zentimeter hoch sein. Bei Mundin hat wahrscheinlich ein Wolf trotz der Zaunhöhe von 1,30 Meter ein Schaf innerhalb der Einfriedung gerissen.

Insgesamt 9 .000 Euro hatte der Zaun gekostet, wobei Mundin 7. 000 Euro als Fördermittel vom Land bekam. Die restlichen 2 .000 Euro steuerte der Aschener aus eigener Tasche bei. „Die Sicherheit durch Zäune ist eine Illusion“, ist nun seine Erfahrung. In seinem Fall könnte der Eindringling sowohl den Zaun übersprungen als auch „unterwandert“ haben.

Ob der ungebetene Gast wirklich ein Wolf war, muss nun mithilfe des Wolfsberaters des Landkreises Diepholz, Dr. Marcel Holy, geklärt werden. Hierfür nahm er am Dienstag DNA-Proben und untersuchte das tote Schaf auf wolfstypische Verletzungen wie einen Kehlbiss. Die Auswertung der Gen-Proben könne aber eine Zeit lang dauern, so Holy.

Es war nicht der erste Kontakt mit von getöteten Schafen für Peter Mundin in diesem Jahr. Bereits am 30. September und 1. Oktober hatte in Wolf auf einem Nachbargrundstück insgesamt sechs Schafe gerissen. 

lb

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