Neustart ist für den 1. Juli geplant

Schäfers will weiter in Kino-Standort Diepholz investieren

Freuen sich gemeinsam auf den Start am 1. Juli: Gunnar Schäfers (links) und Simon Frese. Ab dann können zwar voraussichtlich nicht alle, aber doch viele der Kinosessel in Diepholz wieder besetzt werden.
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Freuen sich gemeinsam auf den Start am 1. Juli: Gunnar Schäfers (links) und Simon Frese. Ab dann können zwar voraussichtlich nicht alle, aber doch viele der Kinosessel in Diepholz wieder besetzt werden.

Diepholz – Dem 1. Juli fiebern Gunnar Schäfers und Simon Frese entgegen. Dann nämlich öffnen in Diepholz und Vechta – so wie fast überall bundesweit – die Kinos wieder. „Nach acht Monaten“, wie Simon Frese feststellt, der die Central Cineworld in Diepholz leitet. Am 31. Oktober 2020 hatte es die letzten Vorführungen im Diepholzer Lichtspieltheater gegeben.

„Ein früherer Start wäre möglich, aber unrealistisch, gewesen“, so Kinobesitzer Gunnar Schäfers. Es gebe schließlich einiges vorzubereiten. Getränke und andere Vorräte etwa müssten aufgefüllt werden. Und vor allem musste man sich bei den Verleihern um attraktive Filme bemühen. „Der Filmstau ist groß. Vieles hätte ja in den vergangenen Monaten an den Start gehen sollen, wenn das möglich gewesen wäre“, so Schäfers.

Für den Neustart am 1. Juli stellt er unter anderem den neuen Otto-Film „Catweazle“, den Kinospaß „Peter Hase 2“ und den Monsterfilm „Godzilla vs. Kong“ in Aussicht“, dazu für das ganz junge Publikum „Croods 2“. Ab dem 8. Juli dürften sich Fans dann auf „Fast & Furious 9“ freuen und am 30. September komme mit dem neuen James Bond eines der Highlights des Jahres auf die Kinoleinwände. „Ein neuer Bond ist immer etwas ganz Besonderes“, weiß Gunnar Schäfers.

Wie viele Gäste ab dem 1. Juli das Diepholzer Kino besuchen dürfen, hängt vor allem vom dann aktuellen Inzidenzwert ab. Klar ist aber, dass nicht alle 550 Stühle in den vier Sälen an der Wellestraße besetzt werden können. „Es gibt eine Verzehrerlaubnis für die Plätze und dort muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden“, so Schäfers weiter.

In jedem Fall wolle man zwischen Gruppen auf freiwilliger Basis einen Platz freihalten.

Das Wichtigste sei, dass es wieder losgehe, und dass die Kinos geöffnet blieben, betont Schäfers. Von staatlicher Seite seien die Kinobetreiber in den vergangenen Monaten recht gut unterstützt worden.

Es sei – so der Filmtheaterbetreiber weiter – durchaus nicht selbstverständlich, dass es in einer Stadt mit rund 17 000 Einwohnern heute noch ein Kino gebe. Das sehe in zahlreichen vergleichbaren Kommunen anders aus. Familie Schäfers wolle den Kinostandort Diepholz neben dem Hauptstandort Vechta langfristig erhalten, versichert der Vechtaer, dessen Eltern das bestehende Kino 1989 gekauft und nach und nach ausgebaut hatten.

Und man wolle am Standort Diepholz weiter investieren, unter anderem in eine neue Bestuhlung für drei der vier Säle und in eine moderne Beleuchtung mit LEDs und speziellen Effekten.

Auf rund 200 000 Euro schätzt Schäfers das Investitionsvolumen und hofft dazu auf eine Förderung durch die Filmförderungsanstalt. „Wir erfüllen schließlich einen Kulturauftrag“, sagt Gunnar Schäfers, der 2006 die Leitung des Kinos in Diepholz und 2011 – nach Fertigstellung des Neubaues am Neuen Markt in Vechta – die Gesamtleitung des Familienunternehmens übernommen hat.

Nach den Sommerferien, hofft der Vechtaer, könne dann montags auch das Kommunale Kino mit speziellen Filmangeboten wieder an den Start gehen.

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