Diepholzer im Finale des Bundeswettbewerbs

Schädlinge erkennen und entfernen mit Künstlicher Intelligenz

Beim Finale des Wettbewerbs Künstliche Intelligenz in Tübingen 2021: Ole Woyciniuk und Johannes Luber (rechts) aus Diepholz mit ihrem Gerät zum Erkennen und Entfernen von schädlichen Insekten.
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Beim Finale des Wettbewerbs Künstliche Intelligenz in Tübingen 2021: Ole Woyciniuk und Johannes Luber (rechts) aus Diepholz mit ihrem Gerät zum Erkennen und Entfernen von schädlichen Insekten.

Diepholz – Das System erkennt Insekten auf Pflanzen, kann zwischen nützlichen und schädlichen Krabbeltieren unterscheiden – und die schädlichen mit einem Laserstrahl unschädlich machen. Mit ihrer Entwicklung kamen die Diepholzer Ole Woyciniuk und Johannes Luber auch in diesem Jahr ins Finale des Wettbewerbs Künstliche Intelligenz. Schon 2020 waren die beiden Schüler des Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) mit ihrem System „Faike“, das falsche Nachrichten („Fake News“) erkennt, ins Finale gekommen – also unter die besten zehn.

In Tübingen stellten sie sich nun mit ihrer neuen Entwicklung der Jury, die die zehn besten Projekte von insgesamt 170 Teilnehmern bewertete. Da dabei nur noch ein Preis zu vergeben war, ärgert es Ole Woyciniuk und Johannes Luber nicht, dass sie diesen nicht bekamen. Die Finalteilnahme sei schon ein großer Erfolg. „Und wir haben in Tübingen viele Kontakte knüpfen können“, freuen sich beide über einen wichtigen Aspekt für ihre berufliche Zukunft.

Prototyp in Tübingen vorgestellt

Für die erneute Teilnahme am Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (KI), den das Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen in Tübingen ausschreibt, entwickelten Ole Woyciniuk und Johannes Luber einen Prototypen für die neue Art der Schädlingsbekämpfung, die nützliche Insekten – im Gegensatz zu vielen Insektiziden – schont. Die beiden Kameras und der Laserpointer waren für wenig Geld zu haben. Die Hauptaufgabe bestand darin, vorhandene KI-Software speziell zu programmieren und anzuwenden.

Einsatz auch im Naturschutz möglich

Bei einer Weiterentwicklung könnte das Gerät zum Beispiel in Gewächshäusern auf Schienen oder auf Feldern mit Robotern oder Drohnen eingesetzt werden. Die Aufgabe könnte nicht nur darin bestehen, Schädlinge mit einem Laserstrahl, mit einem Klebstoffspritzer oder auch nur einem Wasserstrahl zu bekämpfen, sondern zum Beispiel in Naturschutzgebieten das Vorkommen bestimmter Arten nur zu erfassen. Auch der Zustand von Pflanzen könne mit dem System erkannt werden. Die beiden Kameras des Prototypen können dabei nicht auf Blättern schauen, sondern auch Insekten darunter und auf den Stängeln registrieren. „Wir haben das in unserem Garten an Paprika getestet“, berichtet Johannes Luber. Fazit: Die Pflanze darf nicht zu buschig sein.

Ob sich die beiden Diepholzer, die Spaß am Umgang mit Künstlicher Intelligenz haben, auch 2022 an dem Wettbewerb beteiligen, steht noch nicht fest. Denn in dem Jahr steht für den 18-jährigen Johannes Luber und den 19 Jahre alten Ole Woyciniuk das Abitur an der GFS an.

Ihr Studium, das danach folgen soll, ist von Künstlicher Intelligenz nicht weit entfernt: Johannes Luber will Mathematik studieren, sein Freund Ole Woyciniuk Informatik.

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