Sasa Krec: Fit durch veganes Essen

Für Ernährung ganz ohne Tierprodukte

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Sasa Krec (mit einem Prospekt der Albert-Schweitzer-Stiftung): „Fit mit veganer Ernährung.“

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Er war fett. Das gibt Sasa Krec unumwunden zu. Doch das war vor sieben Jahren. Heute ist er fit, hat 24 Kilo abgenommen. Und das nicht nur durch Sport. Der 41-jährige Diepholzer ernährt sich seit einem Jahr vegan. Diese Art der Ernährung völlig ohne tierische Produkte – also auch ohne Milch – ist Sasa Krec eine Herzensangelegenheit.

Massentierhaltung, Qualen in Schlachthöfen, mit Medikamenten vollgepumptes Geflügel, Milchkühe, denen die Kälber entrissen werden: All das wollte Sasa Krec nicht mehr unterstützen. „Ich bin aus ethischen Gründen Veganer geworden“, sagt der 41-Jährige, dessen Familienwurzeln im ehemaligen Jugoslawien liegen.

Umweltschutz und gesündere Art zu essen waren für ihn weitere Argumente, seine Ernährung umzustellen. Kein Fleisch, keine Wurst, kein Käse, keine Eier, keine Sahne oder ähnliche Milchprodukte. „Wir lange willst Du das aushalten?“, wurde Sasa Krec von Freunden gefragt. Doch von „aushalten“ redet er nicht: „Das hat nichts mit Verzicht zu tun“, verweist er auf vielfältige Rezepte und inzwischen auch in Supermärkten erhältliche Alternativen zu Tierprodukten.

Vor sieben Jahren hatten sich Sasa Krec und seine Frau entschieden, nur noch Biofleisch zu verwenden. Damals hatte der unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler zudem begonnen, Sport zu treiben. Anlass war die sportliche Spaß-Veranstaltung „Diepholzer Großmaul-Triathlon“. Krec schaffte die Schwimm-, Radfahr- und Laufstrecke aufgrund seines Gewichts nur mit Mühe. Dank bewusster Ernährung und viel Sport nahm er danach zunächst 14 Kilo ab. Doch unter 82 Kilo kam er nicht. Das schaffte er erst, als er seine Ernährung auf vegan umstellte. Heute fühlt er sich fit, sieht jünger aus – und absolvierte kürzlich in Amsterdam eine Triathlon-Mittelstrecke (halber „Iron-Man“) in 5.42,52 Stunden.

Auch seine Familie zieht ernährungstechnisch mit: Krec: „Wir haben mit unseren drei Kindern lange gesprochen und ihnen die vegane Ernährung freigestellt. Wir hätten auch weiterhin Gerichte mit Biofleisch für sie gekocht. Doch sie wollten mitmachen.“

„Damals war ich fett“: Sasa Krec (hier mit seiner Schwester Melanie) beim „Diepholzer Großmaul-Triathlon“ 2008.

Sasa Krec engagiert sich gegen umweltschädliche und tierquälerische Fleischproduktion, wirbt in persönlichen Gesprächen, im Internet auf Facebook, an Info-Ständen der Albert-Schweitzer-Stiftung und bei der Volkshochschule in Diepholz für Essen nur auf pflanzlicher Basis. Nach seinem VHS-Vortrag „Vegane Ernährung – Fluch oder Segen?“, in dem er Grundlagen des tierfreundlichen Essens unterhaltsam erklärte, bietet der 41-Jährige nun zwei vegane Kochkurse an: „Vegan ist, wenn man trotzdem lacht“ (schnelle, gesunde Küche) am Donnerstag, 8. Oktober, ab 18.30 Uhr und „Vegan rustikal“ am Donnerstag 5. November jeweils in der VHS Diepholz (nähere Infos: Tel. 05441/976-4444).

Um fundiert informieren zu können, hat sich Krec bei „Yoga Vidya“ in Bad Meinberg zum „veganen Ernährungsberater“ ausbilden lassen. Für ihn ist klar, dass Kuhmilch den Darm verschleimt und die Aufnahme von Nährstoffen hemmt, dass der menschliche Körper auf pflanzliche Ernährung ausgelegt ist, dass Fleisch nicht gegessen werden muss, um Mangelerscheinungen auszuschließen. Und dass vegane Speisen sehr wohl auch lecker sein können.

Sasa Krec betont: „Jeder kann durch seine Kaufentscheidung den Markt beeinflussen und damit etwas zum Wohl der Tiere beitragen.“ Es müsse nicht gleich der komplette Fleischverzicht sein. Auch ein Einschränken des Konsums und der Kauf von hochwertigem Fleisch nützen Umwelt und Tieren.

Sieben Millionen Vegetarier gebe es in Deutschland, 800000 davon seien Veganer, die auch auf Milch und andere Produkte von lebenden Tieren verzichten. Tendenz steigend.

Der lebensfrohe Familienvater Sasa Krec sieht seine vegane Lebensweise übrigens nicht zu eng und bezeichnet sich selbst als „Flexo-Veganer“. Als solcher gönnt er sich zum Beispiel ab und zu mal ein Stück Vollmilchschokolade, wenn er es irgendwo angeboten bekommt.

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