Sanierung des Diepholzer Schlossturms: Stadt dankt Johanna Modder

Ab August eingerüstet

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Besuch am Schlossturm: Johanna Modder (4. von links) mit weiteren SPD-Politikern, Vertretern der Stadt Diepholz, des Landkreises, des Heimatvereins Diepholz und des Amtsgerichts.

Diepholz - Im August soll der Schlossturm eingerüstet werden: Dann soll die Sanierung des Diepholzer Wahrzeichens beginnen. Das kündigte gestern Bürgermeister Dr. Thomas Schulze an – und begrüßte eine Politikerin, die sich offenbar erfolgreich dafür eingesetzt hatte, dass die Turmsanierung 2015 in Angriff genommen werden kann: Johanna Modder.

Die Fraktionsvorsitzende der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion war nicht zum ersten Mal in Diepholz: Beim Großmarkt 2014 hatte sie die Festrede gehalten und sich dabei „weit aus dem Fenster gehängt“: Sie hatte versprochen, sich persönlich für die lange fällige Sanierung des Schlossturms einzusetzen.

Sie hielt Wort. Und Bürgermeister Thomas Schulze lud die Politikerin ein, um sich für ihren Einsatz zu bedanken. Mit „Politik erlebbar machen“, beschrieb er die Tatsache, dass die SPD-Abgeordnete nicht nur geredet, sondern auch gehandelt hatte.

800000 Euro hatte die Landesregierung aus ihrem Sondervermögen für den Diepholzer Schlossturm locker gemacht. Dieser „Haushaltstopf“ umfasst insgesamt 20 Millionen Euro, mit denen laut Johanna Modder der „Sanierungsstau“ an öffentlichen Gebäuden, den die Vorgängerregierung hinterlassen habe, etwas abgemildert werden solle.

„Das ist gut angelegtes Geld“, sagte Modder zu den 800000 Euro, die nach Diepholz fließen – ein bemerkenswert hoher Teil des „Sondervermögens“. Damit werde auch das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins Diepholz gewürdigt, der im Schlossturm ein Museum unterhält. Diese Räume hat der Verein im Vorfeld der Sanierung aber nun schon geräumt.

Die Ausschreibung der Arbeiten ist in Vorbereitung. Im Juli sollen die Aufträge vergeben werden.

Die Sanierung wird seit langem diskutiert. Vor drei Jahren ließ das Land Niedersachsen als Eigentümer des Schlosses eine hölzerne Konstruktion im Eingangsbereich bauen, um Besucher vor vom Turm herabfallenden Teilen zu schützen.

Bevor sich Johanna Modder den Schlossturm ansah und auch die Aussicht von dort genoss, war sie im Diepholzer Rathaus empfangen worden – zusammen mit den SPD-Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne und Luzia Moldenhauer sowie Landrat Cord Bockhop und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ingo Estermann. Dabei war die Unterstützung des ländliche Raumes ein Gesprächsthema.

Nach der Schlossturm-Besichtigung, bei der Beate Friederichs das Amtsgericht Diepholz als Hausherr vertrat, stand für Johanna Modder ein Gespräch in Aschen auf dem Programm. Thema: Das Nahversorgungs-Projekt „DORV“ („Dienstleistung und Ortsnahe Rundum Versorgung“).

ej

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